Imperial SettlersWERBUNG

Sie betraten neu entdecktes Land und schlugen ihr Lager auf. Hier würden sie ein neues Imperium aufbauen.
Doch dann sahen Sie den Feind über den Hügel kommen. Sie waren nicht allein hier.

Imperial Settlers hat ein niedliches Design, welches mich unweigerlich an „Die Siedler“ erinnert, falls noch jemand diese Computerspiel kennt.

Nun habe ich Das Karten-/Brettspiel seit einer Weile und ich bin in dieses Spiel verliebt.

Im Folgenden stelle ich Imperial Settlers genauer vor und schildere, warum ich es so sehr mag.

Was ist Imperial Settlers?

Bei Imperial Settlers handelt es sich um ein Kartenlege-Spiel, in dem man eine bekannte Zivilisation in einer neuen Welt ansiedelt.

Römer, Barbaren, Japaner und Ägypter sind dabei und jedes der Völker spielt sich etwas anders.

Dabei geht es vor allem darum Rohstoffe zu bekommen, um Gebäude zu bauen, die oft wiederum Rohstoffe und andere Funktionen bereitstellen.

Imperial Settlers - Nach und nach wächst der eigene Ort

Imperial Settlers – Nach und nach wächst der eigene Ort

Am Ende zählen dann die Siegpunkte, die sich vor allem aus den Gebäuden ergeben, plus die während des Spiels errungenen Siegpunkte auf dem Wertungsplan.

Imperial Settlers
Imperial Settlers
Geschichte
Brettspiel
1 - 4 Spieler
Autor: Ignacy Trzewiczek
ab 10 Jahren
Grafiker: Tomasz Jedruszek
45 - 90 Minuten
Verlag: Pegasus Spiele
für regelmäßige Spieler
Veröffentlichung: 2014
BGG-Position: 106
Sprache: Deutsch

Was ist drin?

Die Box ist hübsch gestaltet, aber ich wurde davon erstmal auf die falsche Fährte gelockt. Das Design ist sehr niedlich gehalten, so dass ich es erst für ein Kinderspiel gehalten habe.

Mittlerweile finde ich die Illustrationen wirklich gut und freundlich. Ich bin da etwas hin- und hergerissen, aber wirklich kritisieren kann man die Illustrationen nicht.

In der Box findet sich ein Wertungsplan für die Siegpunkte, die man durch Aktionen bekommt. Diese Punkte werden mit kleinen Völkerplättchen markiert. Ein weiteres kleines Plättchen zeigt zudem an, in welcher der 5 Runden man gerade ist.

Des Weiteren gibt es 4 Völkertafeln, die das Gerüst der eigenen Auslage bilden. Hier legt man später dann die Gebäude an und die Völkertafeln bieten auch ein paar Grundfunktionen.

Imperial Settlers - Das Spielmaterial

Imperial Settlers – Das Spielmaterial

Insgesamt gibt es 220 Karten. Jeweils 30 individuelle Gebäude-Karten für jedes Volk, plus 84 allgemeine Gebäude-Karten, auf die alle Spieler Zugriff haben. Für den Solo-Modus, den ich ebenfalls gespielt habe, gibt es zudem noch 16 Angriffskarten.

Imperial Settlers - Es gibt eine Menge Karten

Imperial Settlers – Es gibt eine Menge Karten

Für alle, die gern etwas in der Hand haben, sind die Rohstoffe eine gute Nachricht. Das sind nämlich kleine Holzteile. Es gibt Holz, Stein und Nahrung. Zudem gibt es auch noch Arbeiter aus Holz.

Imperial Settlers - Rohstoffe und Arbeiter sind auch dabei

Imperial Settlers – Rohstoffe und Arbeiter sind auch dabei

Hinzu kommen noch Zerstörungsplättchen (für den Angriff), Verteidigungsplättchen (zum eigenen Schutz), Gold (als Joker für die 3 Rohstoffe), ein Startspieler-Plättchen und ein paar Spezialplättchen für die Ägypter.

Abgerundet wird das Spielmaterial von Imperial Settlers durch die Regeln und 4 kleine Spielübersichten zum schnellen Nachschauen.

So funktioniert Imperial Settlers

In Imperial Settlers baut man sich nach und nach einen Ort mit Gebäuden auf. Diese Gebäudekarten sind in 3 verschiedene Kategorien unterteilt:

  • Produktion
    Diese Gebäude bringen oft sofort beim Bau Rohstoffe und danach zu Beginn jeder Runde.
  • Fähigkeit
    Dabei handelt es sich um passive Fähigkeiten, die in bestimmten Situationen aktiv werden. So bekommt man z.B. bei einem der Gebäude jedes mal einen Siegpunkt, wenn man ein gegnerisches Gebäude zerstört.
  • Aktion
    Hierbei handelt es sich um Gebäude mit aktiven Funktionen, die durch den Einsatz von Arbeitern und/oder Rohstoffen in der Regel einmal pro Runde aktiviert werden können.

Die allgemeinen Gebäudekarten sind für alle Spieler gleich. Die völkerspezifischen Karten dagegen sind recht unterschiedlich und unterscheiden die 4 Völker angenehm voneinander.

So setzen die Barbaren mehr auf Kampf und auf Arbeiter, während die Römer z.B. eher auf Handel und Rohstoffe setzen.

Die Japaner und Ägypter sind noch etwas anspruchsvoller zu spielen, bringen diese doch noch besondere Zusatzfähigkeiten mit.

Dennoch sind die 4 Völker sehr gut ausbalanciert. Es macht Spaß unterschiedliche Strategien auszuprobieren und dabei natürlich mit dem Kartenglück zu arbeiten. Denn man zieht vom allgemeinen und vom volkseigenen Kartenstapel per Zufall Karten und muss dann damit arbeiten.

Nach und nach wächst der eigene Ort, man bekommt mehr Rohstoffe und Arbeiter und kann wiederum mehr bauen.

Imperial Settlers - Ein wirklich schönes Design

Imperial Settlers – Ein wirklich schönes Design

Der interessante Mechanismus dabei ist, dass man für völkerspezifische Gebäude meist ein anderes Gebäude abreißen muss. Und so wächst zu Beginn des Spiels erstmal die rechte Seite der eigenen Auslage, da dort allgemeine Gebäude platziert werden. Später schrumpft diese Seite dann meist, weil man mehr Völker-Gebäude baut.

Das sollte man auch, denn diese bringen nicht nur mehr Siegpunkte, sondern der Gegner kann auch nur die allgemeinen Gebäude angreifen. Die völkerspezifischen Gebäude sind dagegen sicher und können nicht zerstört werden.

Eine weitere Möglichkeit Rohstoffe zu bekommen sind Handelsabkommen. Hierzu „opfert“ man eine Gebäudekarte des eigenen Volkes von der Hand und macht daraus ein Handelsabkommen. Das kostet nur einen Apfel und bringt dann jede Runde den entsprechenden Rohstoff ein.

Spannend und herausfordernd macht das Ganze ein Mechanismus am Ende jeder Runde. Hier muss man nämlich alle ungenutzten Rohstoffe, Arbeiter, Angriffsplättchen und Verteidiungsplättchen abwerfen.

Ausgenommen davon ist der Rohstoffe bzw. die Arbeiter, die bei dem jeweiligen Volk auf deren Völkertafel angegeben ist. Römer können am Ende jeder Runde z.B. alle Zerstörungsplättchen behalten. Alles andere sollte man möglichst verbrauchen, da man es zum Ende der Runde dann nämlich abwerfen muss (einzelne Gebäude können hier für Ausnahmen sorgen).

So baut man sich durch insgesamt 5 Runden und wer am Ende die meisten Siegpunkt hat, gewinnt das Spiel.

Wie spielt sich Imperial Settlers?

Das Spiel besteht zwar hauptsächlich aus Karten und es gibt auch kein Spielbrett im klassischen Sinne, aber es ist dennoch kein Kartenspiel.

Das liegt einfach daran, dass man sich sozusagen sein eigenes Spielbrett mit den Gebäudekarten aufbaut und so nach und nach mehr Möglichkeiten hat.

Hier setzt man dann teilweise wieder Arbeiter ein, um bestimmte Aktionen auszulösen, was ein typischer Mechanismus klassischer Eurogames ist.

Der Einstieg ist etwas langsamer, weil man kaum Rohstoffe hat und so endet die erste Runde recht schnell.

Danach kann man aber immer mehr Sachen machen und dann wird es auch anspruchsvoller. Aber genau das macht für mich den Reiz aus. Durch den Zufall beim Ziehen der Karten muss man die eigene Strategie anpassen und kann nicht immer gleich vorgehen. Das macht die Partien abwechslungsreich.

Und auch die unterschiedlichen Völker spielen sich anders, so dass es hier ebenfalls viel Abwechslung gibt.

Mein Fazit

Alles in allem finde ich es ein sehr schönes Spiel, welches viele Möglichkeiten bietet und jedes mal eine Herausforderung darstellt.

Für mich funktioniert es am besten zu zweit, auch wenn es Solo ebenfalls viel Spaß macht. Nicht umsonst habe ich es kürzlich in meine Top-Liste der „2 Personen Spiele“ aufgenommen.

Mit 3 oder 4 Spielern ist mir insgesamt zu viel los, zumal man dafür dann wirklich Platz braucht.

Also lasst euch nicht vom kindlichen Cover auf der Box täuschen. Hier erhaltet ihr ein sehr schönes und anspruchsvolles Aufbauspiel, welches mir sehr viel Spaß macht.

Imperial Settlers

Imperial Settlers
8.9

Spielidee

9/10

    Qualität

    9/10

      Zugänglichkeit

      8/10

        Spielspaß

        10/10

          Preis/Leistung

          9/10

            Vorteile

            • 4 abwechslungsreiche Völker
            • ideales 2 Personen Spiel
            • schneller Einstieg für Neulinge
            • macht auch Solo viel Spaß

            Nachteile

            • vielleicht zu niedliche Optik?
            • hoher Platzbedarf zu viert