Karuba – Brettspiel Review

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KarubaWERBUNG
In Karuba schlüpfen wir in die Rollen von Entdeckern und Abenteurern, die auf der Suche nach wertvollen Schätzen sind.

Wie kämpfen uns durch den Dschungel, indem wir uns Wege „bauen“, auf denen unsere 4 Abenteurer zu 4 Tempeln gelangen.

Ich stelle das das Brettspiel Karuba im Folgenden genauer vor und gebe zudem meine Meinung dazu ab, wie ich es finde und für wen es geeignet ist.

Was ist Karuba?

Wenn man an die Inka- oder Maya-Tempel denkt, dann denkt man sofort Goldstatuen und verwegene Abenteurer, die danach suchen.

Genau diese Stimmung will das Brettspiel Karuba wecken, indem es 2-4 Spieler in den Dschungel schickt. Das Ziel ist es, mit den eigenen vier Spielfiguren möglichst schnell zu den 4 farblich passenden Tempeln zu gelangen. Wer dort als erster ankommt, kann sich den wertvollsten Schatz aus diesem Tempel nehmen. Der zweite den zweiwertvollsten und so weiter.

Auf dem Weg dahin finden wir zudem Goldnuggets und Kristalle im Dschungel, die wir natürlich möglichst auch mitnehmen, da sie Punkte wert sind.

Am Ende hat das Spieler gewonnen, der die meisten Siegpunkte sammeln konnte.

Karuba
Karuba
Geschichte
Brettspiel
2 - 4 Spieler
Autor: Rüdiger Dorn
ab 8 Jahren
Grafiker: Claus Stephan
30 - 40 Minuten
Verlag: HABA
für Einsteiger
Veröffentlichung: 2015
BGG-Position: 364
Sprache: Deutsch

Was ist drin?

Das Brettspiel von HABA ist ordentlich ausgestattet. Auf Grund des Spielprinzips gibt es keinen gemeinsamen Spielplan, sondern jeder der bis zu 4 Spieler hat einen eigenen Spielplan vor sich liegen.

Karuba - Spielmaterial für 2 Spieler

Karuba – Spielmaterial für 2 Spieler

Zudem gibt es 4 mal 36 Plättchen, auf denen verschiedene Wege durch den Dschungel dargestellt sind. Es gibt gerade Straßen und Kurven, aber auch Kreuzungen.

Karuba - Ein Spieler zieht Plättchen zufällig vom Stapel

Karuba – Ein Spieler zieht Plättchen zufällig vom Stapel

Pro Spieler gibt es je 4 verschiedenfarbige Abenteurer und Tempel. Hinzu kommen noch diverse Schatzplättchen, Goldnuggets und Kristalle.

Karuba - Tempelschätze

Karuba – Tempelschätze

Das war es auch schon mit dem Spielmaterial. Ein eher klassisches Brettspiel für Familien eben. Wer hier eine Materialschlacht mit tollen Miniaturen erwartet, wird enttäuscht.

So funktioniert Karuba

Karuba funktioniert recht einfach. Alle bis auf ein Spieler legen ihre Wege-Plättchen aufsteigend ab, so dass sie eine bestimmte Nummer schnell finden können.

Ein Spieler hat dagegen einen Turm aus diesen Plättchen vor sich, der zudem gut durchgemischt wird. Nun zieht dieser Spieler das oberste Plättchen vom Turm und alle anderen Spieler suchen das Plättchen mit der gleichen Nummer aus ihrer Auslage heraus. Nun fangen alle an dieses Plättchen auf ihrem eigenen Spielbrett einzubauen.

Karuba - Spielfeld eines Spielers

Karuba – Spielfeld eines Spielers

Dabei dürfen die Plättchen nicht gedreht werden, die Zahl muss immer oben links sein. Ziel des Ganzen ist es, Wege von den 4 Abenteurern zu den 4 farblich passenden Tempeln zu legen, damit die Abenteurer dorthin gelangen können.

Die 4 Figuren und die 4 Tempel werden am Anfang übrigens durch die Spieler zufällig verteilt (die Abenteurer links und unten am Rand und die Tempel oben und rechts am Rand), stehen aber auf allen Spielfeldern der bis zu 4 Spieler an den gleichen Stellen. Dadurch ist bei jedem Spiel eine etwas andere Ausgangssituation vorhanden, aber während eines Spiels haben alle genau die selbe Ausgangssituation.

Mit den Plättchen baut man aber nicht nur die Wege durch den Dschungel, sondern bewegt auch seine Figuren. Indem man nämlich ein gezogenes Plättchen nicht auf den Spielplan einbaut, sondern daneben ablegt, kann man damit eine Bewegung ausführen. Dadurch darf man eine Figur soweit bewegen, wie Straßenenden auf dem Plättchen sind. Bei einer normalen Straße also 2 Schritte, bei einer Kreuzung 4 Schritte weit.

Karuba - Die Figuren sind okay

Karuba – Die Figuren sind aus Holz

Auf diese Weise gehen alle Spieler nach und nach ihre Plättchen durch. Wer als erster mit einem Abenteurer bei einem Tempel ankommt, kann sich den wertvollsten Schatz nehmen und so weiter.

Das Spiel ist zu Ende, wenn entweder die Dschungelplättchen alle sind oder ein Spieler mit seinen Abenteurern alle 4 Tempel erreicht hat.

Für die Schätze, die Goldnuggets und die Kristalle gibt es am Ende Siegpunkte. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Wie spielt sich Karuba?

Karuba ist sehr einfach zu spielen. Da ein Spieler durch das Ziehen von einem Stapel das Plättchen vorgibt, müssen die anderen es nur aufnehmen und dann überlegt jeder, wo er es am besten anlegen kann. Oder man nutzt es, um eine Figur zu bewegen.

Kinder machen hier dennoch hin und wieder mal Fehler, so dass man als Erwachsener schon im Vorteil ist. Mal verbauen sie sich Wege oder ihnen fällt es schwer einzuschätzen, was eine Bewegung besser wäre. Dennoch hat es meiner zehnjährigen Tochter und ihrer Freundin gut gefallen und es kommt immer mal wieder im Familienkreis auf den Tisch.

Karuba - Die Abenteurer auf dem Weg durch den Dschungel

Karuba – Die Abenteurer auf dem Weg durch den Dschungel

Es ist halt ein Optimierungsspiel, bei dem man versucht die besten Wege zu legen, um möglichst schnell zu den Tempeln zu gelangen und dabei noch Gold und Kristalle einzusammeln. Große Überraschungen gibt es nicht und auch sonst ist nicht viel Abwechslung oder besondere Möglichkeiten geboten.

Deshalb ist es kein Spiel, welches ich von mir aus ständig wieder vorholen würde, auch wenn es Spaß macht. Positiv ist, dass es in 30 bis 40 Minuten gespielt ist. Allerdings dauert der Aufbau durch das Auslegen der Plättchen in der richtigen Reihenfolge auch etwas.

Die Interaktion der Spieler untereinander ist indirekt. Man versucht vor den anderen Spielern bei einem Tempel zu sein, was gerade zu viert für viele kleine Wettrennen sorgt. Zu zweit macht das Spiel auch Spaß, aber mit 3 oder 4 Spielern finde ich es besser. Direkte Interaktion gibt es nicht.

Mein Fazit

Karuba wurde zum Spiel des Jahres 2016 nominiert, was sicher okay ist, hat den Preis aber nicht gewonnen. Es ist ein gutes Brettspiel für Familien mit Kindern. Es ist leicht zu lernen und relativ schnell gespielt.

Allerdings ist es für eine Runde Erwachsene eher nicht so geeignet, da es zu wenig Einflussmöglichkeiten und Abwechslung gibt. Es ist halt ein etwas anspruchsvolleres Legespiel, welches aber nicht an Carcassonne oder Isle of Skye herankommt meiner Meinung nach.

Unter dem Strich also ein gutes Spiel, aber kein Top-Spiel.

Karuba

Karuba
7.8

Spielidee

7/10

    Qualität

    7/10

      Zugänglichkeit

      9/10

        Spielspaß

        8/10

          Preis/Leistung

          8/10

            Vorteile

            • Für Einsteiger sehr gut geeignet
            • gute Wiederspielbarkeit
            • Gutes Gateway-Spiel für Kinder

            Nachteile

            • nur indirekte Interaktion
            • Spielaufbau durch die vielen Plättchen dauert
            • Nicht sehr anspruchsvoll

            1 Kommentar

            1. Spielidee

              10

              Qualität

              9.9

              Zugänglichkeit

              9.9

              Spielspaß

              9.9

              Preis/Leistung

              9.9

              wir finden es als Erwachsene ziemlich gut und es kommt auch bei fast jedem Spiele Abend als absacker auf den Tisch.
              Die Rezession liest sich trotzdem recht gut.

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