Rising Sun wurde schon vor vielen Monaten angekündigt und auf kaum einen Kickstarter hat die Brettspielgemeinde so sehr gewartet.

Heute um 21 Uhr war es nun soweit und zum Start gingen erstmal die Server in die Knie, auf Grund des Ansturms. Und nach einer halben Stunde war bereits der Mindestbetrag erreicht.

Ich habe mir das neue Brett- und Miniaturenspiel von Blood Rage Erschaffer Eric M. Lang genauer angesehen.

Wie ich es finde und ob ich es unterstütze, erfahrt ihr im Folgenden.

Rising Sun – Im feudalen Japan

Bei Rising Sun handelt es sich um ein Brettspiel, welches sehr von den Miniaturen lebt.

Kein Wunder stammt es doch aus dem Hause Cool Mini Or Not, welches schon für andere tolle Spiele mit herausragenden Figuren bekannt ist. So z.B. Blood Rage oder Arcadia Quest.

Doch auch die Spiele selber wussten meist zu überzeugen und deshalb genießt der Publisher schon einen sehr guten Ruf. Diesen besitzt mittlerweile auch Designer Eric M. Lang, der für viele der Hits verantwortlich ist.

Mit Rising Sun geht es ins feudale Japan, welches aber auch einen mythischen Anstrich hat, findet man doch allerlei „Monster“ aus Sagen wieder. Inklusive einen herausragend aussehenden Drachen.


Im Gegensatz zu Blood Rage, steht hier nicht der Kampf, sondern die Diplomatie im Vordergrund. Allianzen zu schmieden und dann wieder zu brechen ist dabei wichtig. Aber auch der Krieg kommt nicht zu kurz.

Um die Spielmechaniken genauer zu beleuchten war bisher noch zu wenig Zeit, aber das Gameplay Video hat mir gut gefallen. 3 bis 5 Spieler treten hier gegeneinander an und befehligen einen eigenen Clan.

Mit diesem muss man einerseits durch Politik und Diplomatie Einfluss gewinnen. Das macht man, indem man Karten mit Befehlen spielt. Zudem baut man seine Streitmacht auf und kann auch legendäre Monster in die eigenen Reihen bringen.


Zudem gilt es Allianzen zu schmieden, um Vorteile zu erhalten, aber man kann die Verbündeten auch betrügen. Hier geht das Spiel weg vom Spielbrett und hin zu realen Verhandlungen am Spieltisch.

Der Kampf am Ende jeder Jahreszeit hört sich auch interessant an. Hier setzt man in allen umstrittenen Provinzen geheim auf verschiedene Kampfvorteile. Nur der, der dort die Mehrheit jeweils hat, darf den betreffenden Vorteil nutzen. Das sollte Abwechslung und Spannung in die Kämpfe der Clans bringen.

Das Design und die Miniaturen

Nochmal genauer muss ich auf das Design eingehen, welches fantastisch aussieht.

Die Miniaturen sind herausragend gestaltet und sehen wirklich sehr sehr gut aus.

Rising Sun Miniaturen

Die Rising Sun Miniaturen sind alle einzigartig und sehr hochwertig.

Jeder Clan hat eine eigene Gestaltung und natürlich auch Sonderfertigekeiten.

Mir gefällt sehr der mythische Hintergrund des ganzen Spiels, auch wenn ich natürlich nicht einschätzen kann, wie fundiert das ganze wirklich ist.

Es sieht auf jeden Fall toll aus. Genauso wie das Spielbrett, welches japanische Provinzen zeigt.

Rising Sun Spielbrett

Das Rising Sun Spielbrett

Von der Ausstattung her kann man dem Spiel auf jeden Fall nichts vorwerfen.

58 Miniaturen (inkl. 8 Monster) sind dabei und sorgen mit Sicherheit wieder für eine große Box.

Was kostet der Spaß?

100 Dollar werden für das Spiel fällig, was nicht wenig ist. Man bekommt natürlich auch eine Menge dafür.

Sehr gut finde ich, dass es nur dieses eine Pledge Level gibt und nicht hunderte Addons, die mir viele andere Kickstarter verleidet haben, weil ich immer das Gefühl hatte, ein unvollständiges Spiel zu haben, wenn ich nicht alle Addons nehme.

Auf der anderen Seite wirkt es dadurch aber auch eher wie eine Vorbestellung, als wie ein richtiger Kickstarter. Aber gut, so ist das heute.

Von Stretch Goals wird gesprochen, aber leider sind auf der Kickstarter-Seite bisher noch keine zu finden. Das war vielleicht auch ganz clever, denn aktuell steht der Kickstarter schon bei mehr als 800.000 Dollar (von ursprünglich angepeilten 300.000). Da wartet man wahrscheinlich den ersten großen Schwung an Backern ab, bis es etwas abflaut und dann werden die Strech Goals herausgeholt.

Update (22:30 Uhr):
Nun wurden die Stretch Goals doch schon veröffentlicht, die doch schon bei 330.000 Dollar angefangen haben. Es wurden also schon eine ganze Reihe freigeschaltet. Und die eine oder andere Figur wird Kickstarter-Exklusiv sein.

Werde ich es unterstützen?

Ich hatte mich zwar schon auf diesen Kickstarter gefreut, hatte aber auch Bedenken, weil sich „Diplomatie“ eher etwas langweilig angehört hat. Aber nachdem ich die Infos im Kickstarter und das Video gesehen habe, muss ich sagen, dass ich sehr angetan bin.

Das Thema, die Spielmechaniken und natürlich die Miniaturen reizen mich schon sehr.

Aber ich werde noch etwas warten und schauen, welche Stretch Goals noch kommen. Denn davon mache ich es abhängig, ob ich den Kickstarter backe oder auf die reguläre Version im Handel warte, die sicher 2018 kommen wird.

Werdet ihr in den Kickstarter einsteigen?