5 Dinge, die mich an Brettspielen und dem Brettspiel-Hobby nerven

Brettspiele sind ein wunderbares Hobby, welches ich wirklich liebe. Deshalb spiele ich nicht nur viel, sondern betreibe zum Beispiel diesen Blog hier und spreche einmal in der Woche in meinem Podcast darüber.

Dennoch gibt es ein paar Dinge, die mich an Brettspielen und am Hobby selbst nerven. Welche 5 Dinge das sind, erfahrt ihr im Folgenden.

Natürlich würde es mich sehr interessieren, was ihr darüber denkt und ob ihr evtl. noch anderen Dinge habt, die euch an Brettspielen oder dem Brettspiel-Hobby nerven.

5 Dinge, die mich an Brettspielen und dem Hobby nerven

  1. Viel Luft in der Schachtel

    Es gibt sehr viele unterschiedlich Box-Größen, aber viele Verlage versuchen ein Format beizubehalten, um ein einheitlichen Erscheinungsbild im Regal zu gewährleisten. Das kann ich auch nachvollziehen.

    Dennoch gibt es immer wieder Brettspiele, bei denen vor allem Luft in der Schachtel ist, da kaum Spielmaterial enthalten ist. Das ist besonders ärgerlich, wenn wirklich nur ein Bruchteil des Schachtelinhalts genutzt wird.

    Schließlich ist der Platz in meinen Regalen begrenzt und dann ist es einfach ärgerlich, wenn man dort vor allem Luft lagert. Das betrifft besonders oft Erweiterungsboxen, die sehr häufig fast nur auf Luft bestehen. Auch wenn ich mich über Inserts freue, so gibt es doch immer wieder Spiele, die völlig überdimensierte Inserts haben, wie z.B. Splendor.

    5 Dinge, die bei Brettspielen nerven

    Links mit Insert und rechts der wirkliche Inhalt der Box.

    Auf der anderen Seite ist es natürlich hin und wieder gut, dass noch Platz ist. So kann man Zusatzmaterial, Erweiterungen oder auch spezielle Inserts mit rein packen. Insofern bin ich dann wieder froh, wenn noch Platz ist.

    Es gibt allerdings auch den umgekehrten Fall. So kommen die Spiele von Garphil Games, die beim Schwerkraft Verlag erscheinen, wie z.B. Räuber der Nordsee und Architekten des Westfrankenreichs, in einer kompakten Box. Das ist an sich schön, aber leider ist diese zumindest beim letzten Teil Paladine des Westfrankenreichs zu klein. Man bekommt nicht alles in die Box und der Deckel steht deutlich ab.

    Ich kann verstehen, dass man so einen Spielereihe im Regal gleich groß haben möchte, aber wenn das dann so gelöst wird, ist es auch sehr ärgerlich.

    Man muss allerdings auch sagen, dass die meisten Brettspiel-Boxen schon gut dimensioniert sind.

  2. Spielmaterial bekleben

    Eine Sache nervt mich immer wieder und dass sind Brettspiele, bei denen ich erstmal alles bekleben muss. Wenn das mal ein Würfel ist oder eine Handvoll Spielsteine, dann geht das ja noch. Aber es gibt Spiele, da sitzt man 2 Stunden, um alle Spielmaterialen zu bekleben.

    Village ist hier ein Beispiel, welches viele Spielsteine mitbringt, die man erstmal bekleben muss.

    Bei den Preisen heutiger Brettspiele möchte ich das eigentlich nicht mehr haben. Solche Spielsteine zu bedrucken, sollte eigentlich kein Problem mehr sein.

  3. Erweiterungen erscheinen nicht auf deutsch

    Viele gute Brettspiele bekommen Erweiterungen, aber nicht immer erscheinen diese dann auch hierzulande. Es ist sehr ärgerlich, wenn man schon auf die deutsche Version des Grundspiels gewartet hat und dann entscheidet sich der Verlag einen Teil oder alle Erweiterungen nicht zu übersetzen.

    So geschehen z.B. bei Firefly, aber auch bei Galaxy Defenders. Über die Gründe dafür und was ich davon halte, habe ich erst kürzlich im Artikel Fehlende deutsche Brettspiel-Erweiterungen – Lokalisierung zwischen Kommerz & Vertrauen berichtet.

    Da lobe ich mir doch Verlage, die garantieren alle Erweiterungen zu bringen, wie z.B. der Schwerkraft-Verlag. Hin und wieder greife ich mittlerweile zum englischsprachigen Original, um dieses Problem zu vermeiden und das kann eigentlich kein deutscher Verlag wollen.

  4. Jammernde Mitspieler

    Kommen wir von den Brettspielen zu Dingen im Hobby selbst, die mich nerven. Da gibt es relativ wenig, aber jammernde Mitspieler gehören definitiv dazu. Ich kenne da die eine oder andere Person, die in so gut wie jedem Spiel fast von Beginn an jamment, dass sie sowieso verliert und schon diesen oder jenen Fehler gemacht hat.

    Hin und wieder ist das kein Problem, aber wenn man das bei jedem Zug hört, dann nervt das irgendwann gewaltig. Zumal das oft gar nicht stimmt. Nicht selten haben diese Personen am Ende gewonnen oder lagen zumindest relativ weit vorn.

    Mag sein, dass das einfach eine Charaktersache ist, denen sich diese Personen selbst gar nicht bewusst sind. Oder es ist eine rafinierte Strategie die Gegner abzulenken. So oder so finde ich das nervig, wenn es überhandnimmt.

  5. Grübler

    Ebenfalls nerven mich allzu starke Grübler. Auch die machen das in der Regel nicht absichtlich, aber ich als Bauchspieler langweile mich irgendwann, wenn jemand für jeden Zug 10 Minuten braucht. Dabei sind die abzuwägenden Optionen oft gar nicht so viele, aber manch einer kann es offensichtlich nicht ertragen, den eigenen Zug nicht mindestens zehnmal durchgerechnet zu haben.

    Diese Erfahrung habe ich erst letztens ist bei einer Partie Zirkadianer – Erstes Licht gemacht. Mit 4 Spielern hat die Partie an die 5 Stunden gedauert, was einfach am Ende nur noch anstrengend war und vor allem an einem Spieler lag.

    Auch hier kommt es mir auf das Maß an. Wenn jemand länger überlegt als ich, ist das kein Problem. Aber es gibt Spieler, die fangen erst an zu denken, wenn sie dran sind (bei vielen eher solitären Spielen ist es kein Problem den eigenen Zug zu planen, während die anderen dran sind) und dann mehr Zeit für ihren Zug brauchen, als alle anderen Spieler zusammen.

    Mehr zu diesem Thema findet ihr in meinem Artikel Grübeln oder “Aus dem Bauch” spielen?

Was nervt dich an Brettspielen bzw. am Hobby selbst?

Ergebnis

Was nervt euch?

Um es nochmal klarzustellen, keiner dieser Punkte sorgt dafür, dass ich nicht mehr spielen will. Ich liebe das Brettspiel-Hobby, sitze gern mit anderen zusammen und genieße vor allem das Spielen selbst und habe kein Problem damit, wenn ich nicht gewinne.

Ich stelle mir auch gern schöne Brettspielboxen ins Regal und freue mich, wenn diese von der Größe her gut zusammenpassen. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die mich schon ein wenig nerven und dann versuche ich diese zu vermeiden (wie manche Mitspieler ;-)) oder muss halt einfach damit leben.

Was nervt euch an Brettspielen oder am Brettspiel-Hobby?

7 Kommentare

  1. Christian

    “Monopoly ist kein gutes Spiel” mich nerven Pseudoexperten, die nicht “das ist” und “ich finde” unterscheiden können
    Außerdem nerven mich Peers, weil deren Podcast nur 1x die Woche kommt!!!!!!11111 1 1 1 11 🤣

    • Peer

      Ja, das mit der Unterscheidung zwischen “ich finde” und “das ist” bekommen wirklich viele nicht hin.

      Und vielleicht gibt es in Zukunft ja auch noch mehr Podcast-Episoden in der Woche. :-)

  2. Ingo

    Hallo Peer,

    ich habe auch noch einen Punkt für die Liste.

    Ich finde es sehr nervig/frustrierend, dass man bei einer größeren Spielebibliothek nicht alle Spielregeln parat hat. Oft kommt Besuch, der begeistert vor dem Spieleregal steht und von mir enttäuscht werden muss, da bei dem Großteil der Spiele ein spontanes spielen nicht möglich ist. Inzwischen ist die Planung eines Spieleabends nur mit einem Vorlauf von mehreren Tagen für das Regelstudium möglich.

    • Peer

      Ein guter Punkt. Zumindest wenn man komplexere Spiele hat, geht es ohne vorheriges Regellesen meist nicht. Durch die vielen neuen Spiele, vergisst man auch schnell wieder einiges.

    • Peter

      Stimmt. Das ist bei mir der Punkt, der mich am meisten am Hobby stört. Mich stört es nicht, dass bei einem neuen Spiel erst mal Regelstudium angesagt ist. Mich stört, dass ich schon nach 2-3 Monaten die Regeln wieder vergessen habe und sie erst wieder auffrischen muss. Spontan irgendein älteres Spiel aus dem Regal ziehen und losspielen ist quasi unmöglich.

  3. Spieler

    Nervig ist auch die geringe Beständigkeit im Sinne der Motivation vieler Mitspieler. Es ist heutzutage sehr schwer eine nachhaltige Gruppe für Spieleabende zu finden. Netflix un Co. sind harte Konkurrenten.

  4. Jens

    Hei Peer

    Ich kann dir bei den meisten Punkten zustimmen. Bei Schachtelgrössen gibt es wirklich einige negative Beispiele (Race for the Galaxy oder noch besser 1066). Jammernde oder sich ständig beschwerende Spieler, können wirklich einen Spieleabend für den Rest der Gruppe ruinieren.
    Ich finde einen nervigen Teil am Brettspielhobby ist, dass man nie genug Zeit hat alle Spiele ausgiebig zu spielen. ;)

    Viele Grüße und viel Spaß beim spielen

    Jens

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