Bringt ein Brettspieltisch mehr Spielspaß? Plus Anbieter und Tipps zum selber Bauen

So gut wie jeder Tisch kann genutzt werden, um Brettspiele zu spielen, da muss es kein spezieller Brettspieltisch sein.

Doch diese werden immer beliebter und deshalb schaue ich mir in meinem heutigen Artikel mal an, was diese an Vorteilen bringen, was sie kosten und wie man sich selber einen Brettspieltisch bauen kann.

Viel Spaß und ich freue mich über eure Erfahrungen mit Brettspieltischen.

Warum ein Brettspieltisch?

Das ist sicher die erste Frage, die sich stellt. Die meisten Brettspieler werden am Esstisch oder Couchtisch spielen. Warum also sollte man Geld für einen Brettspieltisch ausgeben und was macht diesen eigentlich zum Brettspieltisch.

Im Gegensatz zu einem normalen Tisch, hat ein Brettspieltisch ein paar Besonderheiten. So gibt es in der Regel eine Holzumrandung (ca. 5-8cm hoch), die den eigentlichen Spielbereich umfasst. Auf dieser Holzumrandung kann man sich nicht nur aufstützen, diese sorgt auch dafür, dass keine Würfel oder anderes Spielmaterial herunterfällt.

Die eigentliche Spielfläche ist mit einem Stoff ausgelegt, der es angenehmer macht Karten zu spielen und zu würfeln. Dadurch werden auch die Geräusche gedämpft.

Ein weiterer Vorteil ist die Abdeckung, die man in der Regel auf die Holzumrandung legen kann. Damit kann man den Tisch zu einem normalen Esstisch umfunktionieren und das aufgebaute Brettspiel kann darunter weiter stehen bleiben. Das hat natürlich gerade bei Brettspielen einen großen Vorteil, die länger beim Aufbau dauern. Auch Kampagnen-Spiele kann man so einfach stehen lassen und am nächsten Tag weiterspielen.

Bringt ein Brettspieltisch mehr Spielspaß? Plus Anbieter und Tipps zum selber Bauen

Hinzu kommen oft weitere Features, wie z.B. Halterungen für Getränke an der Tischseite.

Ob man das alles braucht, darauf gehe ich später noch ein. Einige Vorteile bringt so ein Brettspieltisch auf jeden Fall mit.

Hast du einen speziellen Brettspieltisch?

Ergebnis

Worauf kommt es an?

Bei der Auswahl eines neuen Brettspieltisches oder wenn man diesen selber baut, sollte man ein paar Dinge beachten.

Ein fester und stabiler Stand ist sehr wichtig. Schließlich will man nicht, dass beim Anstoßen an den Tisch alles umfällt. Deshalb sind gute Brettspieltische auch sehr schwer.

Die Höhe der Holzumrandung ist ebenfalls wichtig. Schließlich will man sich angenehm darauf abstützen können, ohne dass diese zu hoch oder zu niedrig ist. Auch das ist etwas, was man beim selber Bauen beachten muss.

Die Unterlage auf den eigentlichen Spielbereich kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Bewährt hat sich entweder eine Spielmatte aus dem selben Material, wie Mauspads, oder ein Stoff, wie er auch bei Pokertischen verwendet wird.

Viel Auswahl hat man zudem bei den Zusatzfeatures. Ob Beleuchtung, Getränkehalter oder sonstige Ablagen. Hier sollte man gut auswählen, was man wirklich braucht. Schließlich kosten alle Extra zusätzliches Geld und so eine LED-Beleuchtung innen an der Holzumrandung sieht zwar im ersten Moment gut aus, bringt beim Spielen aber in der Regel gar nichts. Auch solche Sachen, wie Einsteckmöglichkeiten für Karten sind nett, aber kosten immer zusätzlich.

Manche Brrettspieltische haben Fächer unter der Platte. Das ist zwar gut zum Verstauen von Spielmaterial, aber dann kann man nicht mehr mit den Füßen unter den Tisch. Das ist Geschmackssache.

Die Abdeckplatten sollten wirklich dicht schließen, denn sonst könnte es passieren, dass bei einem umgekippten Glass, das Wasser (oder schlimmer) durch die Ritzen läuft und auf das Spielmaterial und die Unterlage tropft. Das sollte nicht passieren.

Brettspieltisch kaufen

Es gibt eine Reihe von Brettspieltisch-Herstellern, die vor allem aus dem Ausland kommen. Aber auch in Deutschland gibt es mittlerweile den einen oder anderen.

Gemeinsam ist allen, dass die Tische meist doch ziemlich teuer sind. Es ist ein Luxusartikel und das merkt man einfach am Preis.

Kapplex und Hüne sind zwei Hersteller aus Deutschland. Die Auswahl bei den Tischen ist hier unterschiedlich und die Preise werden aktuell auch nur auf Anfrage herausgegeben.

Zudem ist die Liederzeit nicht gerade ideal. Bei Kapplex steht derzeit etwas von 3-6 Monaten, auch wenn es nach Angaben des Herstellers oft schneller geht. Der Preis für das eine verfügbare Modell wurde mit rund 2.000 Euro angegeben.

Brettspieltisch von Kapplex

Hüne scheint derzeit gar keine Tische zu verkaufen, da man anscheinend noch die Aufträge vom Kickstarter Anfang 2019 abarbeitet. Damals lagen die Preise zwischen 630 und 749 Euro, wobei Zusatzfeatures dazu kamen.

Es gibt auch den einen oder anderen Tischler, der Brettspieltische anbietet. Die Tischlerei Collin bietet derzeit 3 Brettspieltische an. Zwischen 600 und 2.200 Euro liegen hier die Preise.

Die Schreinerei Spandau bietet verschiedene Spieltische an. Da liegen die Preise zwischen 1.900 und 2.900 Euro. Hinzu kommen Extras, wie Becherhalter.

Internationale Anbieter

In Europa und anderen Teilen der Welt gibt es weitere Brettspieltisch-Hersteller. Diese sind aber meist noch teurer und die Lieferkosten sollte man ebenfalls nicht unterschätzen.

Geek N Son ist ein bekannter Hersteller aus Großbritanien. Da liegen die Preise zwischen 850 und 7.000 Pfund, was schon sehr ordentlich ist. Allerdings ist die Auswahl hier auch etwas größer.

Brettspieltisch von Geek N Son

R&P Dice aus Polen bieten 2 Brettspieltische an. Einen eher einfachen mit dem Namen “Prince”, welcher je nach Größe zwischen 1.200 Euro und 2.200 Euro kostet. Der Tisch “King” ist schicker und kosten zwischen 1.600 und 2.600 Euro.

Der Premium-Anbieter schlechthin ist sicher Rathskellers aus Griechenland. Das sind wohl mit die schönsten und hochwertigsten Tische, aber dafür kosten diese auch einen hohen vierstelligen oder sogar fünfstelligen Euro-Betrag.

Brettspieltisch von Rathskellers

Auf boardgametables.com gibt es ebenfalls Brettspieltische. Hier gibt es ein Einsteigermodell und man kann sich seinen eigenen Brettspieltisch zusammenstellen. Letztere kosten dann ca. 2.500 bis 4.500 Dollar. Da der Hersteller aus den USA ist, ist die Lieferung recht teuer.

Weitere Anbieter sind Tatamata, Wyrmwood und einige andere, vor allem aus den USA.

Brettspieltisch selber bauen

Es ist natürlich möglich einen Brettspieltisch selber zu bauen. Wer handwerklich begabt ist, findet im Netz viele Beispiele und Anleitungen.

In der Regel wird dabei auf einem normalen Tisch basierend eine Holzumrandung aufgebaut und weitere Features ergänzt.

In diesem Video zeigt jemand Schritt für Schritt, wie er einen eigenen Brettspieltisch gebaut hat. Da steckt schon viel Arbeit drin, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Angeblich lagen die Ausgaben bei nur 50 Pfund.

Wie der Brettspieltisch von Alex (von Hunter und Cron) enstanden ist, erklärt er selbst in diesem Video. Dieser gefällt mir persönlich nicht ganz so gut, aber er ist schön groß.

Timo hat ein sehr ausführliches Video veröffentlicht, in dem er darüber spricht, wie er seinen Brettspieltisch gebaut hat. Dabei schildert er seine Erfahrungen und legt auch einen neuen Belag aus.

Dieses Video ist nur knapp 2 Minuten kurz, aber auch hier sieht man sehr schön, wie der eigene Tisch umgebaut wurde.

In rund einer Minute wird hier vom Spielevater sein selbst gebauter Brettspieltisch gezeigt. Die Kosten lagen hier bei rund 500 Euro und es wurden gut 100 Stunden Zeit investiert.

Wieder deutlich ausführlicher geht es in diesem Video um den Bau eines eigenen Brettspieltisches. Das Ergebnis ist hier auch sehr ansehnlich. In der Summe lagen die Kosten bei rund 300 Euro.

Weitere Erfahrungsberichte findet man z.B. auf boardgamegeek.com, wo auch viele ihre selbst gebauten Tische zeigen.

Möchte man also einen Brettspieltisch, steht man vor der Frage, ob man lieber mehr Geld ausgeben oder viel Zeit investieren möchte. So etwas selbst zu bauen benötigt natürlich entsprechendes Know How und das passende Werkzeug. Das hat sicher nicht jeder.

Ich selbst möchte mir in Zukunft auf jeden Fall mal einen Brettspieltisch zulegen, werde aber höchstwahrscheinlich einen kaufen, denn der größte Handwerker bin ich nicht. :-)

Bringt ein Brettspieltisch mehr Spielspaß?

Ich habe schon mal an einem Brettspieltisch spielen können und ich muss sagen, dass das schon etwas besonderes ist. Etwas ungewohnt, aber irgendwie auch toll.

Ich muss aber auch sagen, dass so ein Tisch nicht zwingend notwendig ist, um SpielspaßSpielspaß zu haben. Wir spielen seit vielen Jahren an normalen Esstischen und das war bisher immer toll. Die Zusatzfeatures, dass man das Spiel z.B. aufgebaut lassen kann, sind natürlich ein netter Komfort, aber bisher ging es auch so.

Ein Brettspieltisch ist also schon ein ziemlicher Luxus, den man haben kann, aber sicher nicht haben muss. Ich investiere derzeit mein Geld doch lieber in neue Brettspiele.

Was haltet ihr von Brettspieltischen und welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht? Habt ihr euch vielleicht sogar selber einen gebaut?

3 Kommentare

  1. Interessanter Artikel,
    ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt mir so ein Brettspieltisch zuzulegen. Dann habe ich überlegt, ja sieht toll aus, aber wohin damit.
    Entweder man ersetzt den eigentlichen Esstisch und hat aber immer noch das Problem bevor man spielen möchte, alles was drauf steht muss runter. Das muss ich jetzt auch machen und dann noch das Spiel aufbauen, je nach Umfang dauert es halt, da hat so ein Brettspieltisch seine Vorteile. Am Besten wäre ein Extra Spielzimmer, nur wer hat das mal soeben zur Verfügung. Ich gebe Dir recht das Geld für den Tisch kann man für Spiele ausgeben.

  2. Für mich absurd teurer Quatsch. Wozu? Die Vorteile sind minimal, man braucht schlicht keinen dedizierten Tisch zum Spielen. Die Umrandung und den Höhenunterschied würde ich wahrscheinlich sogar störend finden. Ein Paradebeispiel dafür, dass man dem Kunden im Zweifel einreden kann, alles Mögliche zu benötigen…

  3. Hi guys,
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    sorry I don’t speak German this is a translate:

    Hallo Leute,
    Vielen Dank, dass Sie uns in Ihrem Artikel erwähnt haben.
    Über das Teil “Es gibt andere Brettspieltischhersteller in Europa und anderen Teilen der Welt. Diese sind jedoch in der Regel noch teurer und die Versandkosten sollten auch nicht unterschätzt werden.”
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    TATAMATA-Team

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