3D Drucker sind in den letzten Jahren richtig populär geworden, auch weil sie immer erschwinglicher werden. Viele Brettspieler haben sich deshalb einen 3D Drucker zugelegt und pimpen damit auf verschiedene Art und Weise ihre Spiele.

Welche 3D Drucker Arten es gibt, wo man Vorlagen zum Drucken finden kann und was der Spaß kostet, erfahrt ihr im Folgenden. Zudem gehe ich darauf ein, ob 3D Drucker für Brettspiele Sinn machen und was ich davon halte.

Brettspiele mit 3D Drucker pimpen

Wenn SpielerInnen bestimmte Brettspiele lieben, dann werden diese gern auch mal gepimped.

Dabei werden 3D Drucker immer wichtiger, denn damit kann man alles mögliche selber drucken und tolle Dinge machen. Hier sieht man einige Beispiele.

Doch was kann man alles mit dem 3D Drucker für die eigenen Brettspiele drucken?

3D Spielmaterial

Die häufigsten Dinge sind sicher zusätzliche Spielmaterialien. Das können besondere Meeples sein, aber auch Raumschiffe, Ressourcen und sonstiges. Vor kurzem habe ich z.B. 3D Viren für Pandemic und 3D Futter für Flügelschlag gesehen.

Overlays

Overlays, die man über das eigene Spielertableau legt, sind recht populäres Brettspiel-Zubehör, aber nicht für jedes Spiel gibt es diese zu kaufen. Auch hier findet man im Netz deshalb viele Druckvorlagen.

Kartenhalter

Eigene Kartenhalter sind ebenfalls populär, da mancher Kartenstapel, gerade wenn diese gesleeved sind, nicht von allein stehen bleibt.

Insert

Ebenfalls oft mit 3D Druckern hergestellt werden individuelle Inserts. Gerade bei seinen Lieblingsspielen möchte man den Aufbau möglichst schnell erledigen und das geht damit sehr gut.

Sonstiges

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten mit einem 3D Drucker etwas cooles für das eigene Brettspiel-Hobby zu drucken. So habe ich letztens erst gedruckte Würfeltürme gesehen, die sehr gut aussahen.

Wo findet man Druck-Vorlagen?

Musst du also diese 3D Objekte selbst am PC designen? Nein, natürlich nicht.

Dank dem Internet gibt es eine große Auswahl an kostenlosen Druckvorlagen, die ihr euch herunterladen könnt. Die sogenannten STL Files (das häufigste Format für 3D Drucker) gibt es aus verschiedenen Quellen.

So laden viele Fans unter anderem solche Druckvorlagen bei BoardGameGeek hoch. Diese kann man dann in der Files-Sektion der jeweiligen Brettspiele finden. Mit diesem Online-Tool geht das allerdings viel einfacher und schneller. Einfach den eigene BGG-Namen eingeben und das Tool findet zu den eigenen Spielen passende 3D Druck-Vorlagen.

Eine Übersicht zu 3D Druckvorlagen für Brettspiele gibt es zudem hier.

Eine Plattform mit vielen, vielen 3D Druckvorlagen ist thingiverse.com und auch auf Kickstarter gibt es vieles in dieser Richtung. Eine Menge Miniaturen-Kickstarter bietet mittlerweile nur noch die Druckvorlagen an oder sie sind zumindest günstiger als die gedruckten Figuren.

Was kostet ein 3D Drucker und das Material?

Machen 3D Drucker für Brettspiele Sinn?WERBUNG

Es gibt verschiedene Arten und Bauweisen unter den 3D Druckern, so dass man sich vorher genau informieren sollte, welchen man sich zulegt. Dabei liegen die Unterschiede vor allem in der Bauweise, dem Druckverfahren, dem verwendeten Material und der Auflösung.

Günstiger sind natürlich jene 3D Drucker, die als Bausätze kommen und selbst zusammengebaut werden müssen. Die sehen dann optisch auch aus wie selbst zusammgebaut, liefern dennoch gute Ergebnisse. Professioneller sind da natürlich die geschlossenen 3D Drucker, die zudem für weniger Geruchsbelästigung sorgen.

Bei den Druckverfahren gibt es viele verschiedene Varianten, auf die ich hier gar nicht so genau eingehen will. Am verbreitesten sind aktuell FDM (Fused Deposition Modeling) bzw. FFF (Fused Filament Fabrication), da es die derzeit günstigste Methode ist.

Hierbei gibt es ein Druckbett, auf dem das Objekt gedruckt wird. Das Druckmaterial (Filament) kommt auf einer Spule und wird geschmolzen, um dann über eine Düse aufgetragen zu werden. Auf diese Weise wird Schicht für Schicht das Objekt aufgebaut.

Genauer, aber auch deutlich anspruchvoller zu bedienen, sind SLA-Drucker, die mit flüssigem (und durchaus gesundheitsgefährdenem) Material arbeiten. Es ist lichtempfindlich und härtet durch die Bestrahlung mit bestimmtem Licht aus.

Auch die Auflösung des 3D Druckers ist wichtig, denn dadurch steigt nicht nur der Detailgrad des gedruckten Objekten, sondern meist auch die Druckdauer. Günstige 3D Drucker erkennt man meist daran, dass die gedruckten Objekte Rillen aufweisen. Je höher die Auflösung, umso kleiner sind diese und umso schöner sieht das Ergebnis aus.

Der starke Anstieg der 3D Drucker Popularität liegt vor allem daran, dass die Geräte in den letzten Jahren immer günstiger geworden sind. Gute Drucker für Brettspieler gibt es schon ab ein paar hundert Euro, wie z.B. diese beiden:

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Damit bekommt man natürlich nicht die Miniaturen-Qualität hin, wie man es von CMON und Co. gewöhnt ist, aber mittlerweile lassen sich die Ergebnisse auf jeden Fall sehen. Hier geht es zu den Bestsellern* unter den 3D Druckern.

Drucker, die z.B. mehrere Filament-Quellen gleichzeitig verarbeiten können und eine höhere Druckauflösung bieten, kosten natürlich mehr.

Wie man es auch von normalen Druckern gewöhnt ist, sollte man die laufenden Materialkosten nicht unterschätzen. Man verbraucht relativ viel Filament, gerade auch weil der Druck hin und wieder schief geht. 1 Kg liegt aktuell bei rund 20 Euro.

Alternativen

Selber drucken klingt spannend, aber mal abgesehen von den Anschaffungs- und Materialkosten, muss man sich auch erstmal einarbeiten und braucht für den 3D Druck viel Zeit. Deshalb sind die folgenden Alternativen interessant.

Online-Shops, wie bgexpansions.com oder eurohell-design.de bieten fertige 3D Modelle von Spielmaterialien etc. an. Natürlich kosten die Sachen Geld, und oft nicht gerade wenig, aber dafür hat man den ganzen Stress nicht.

Machen 3D Drucker für Brettspieler Sinn?

Ich finde die Entwicklung der 3D Drucker sehr spannend und habe mich selbst schon viel in diesem Bereich informiert. Es ist einfach verlockend eigene Miniaturen, Inserts und so weiter zu drucken und die eigenen Lieblingsspiele damit aufzuwerten.

Allerdings sehe ich auch, dass die Bedienung noch immer nicht gerade einsteigerfreundlich ist, man viel Erfahrung damit sammeln muss und auch die Kosten nicht zu vernachlässigen sind. Von einem Platz für den Drucker, der sehr lange mit einem Objekt beschäftigt ist, ganz zu schweigen.

Deshalb habe ich derzeit noch keinen 3D Drucker, aber wenn die Entwicklung so weitergeht, dann dauert es nicht mehr lange und ich schlage zu.

Habt ihr einen 3D Drucker für euer Brettspiel-Hobby?

Ergebnis