Board Game Challenges – Sinnvolle Herausforderungen für Brettspieler?!

Bei mir sammeln sich immer wieder neue Brettspiele in den Regalen an, aber ich komme nicht dazu alle zu spielen. Das geht vielen anderen offensichtlich auch so, weshalb die Board Game Challenges erfunden wurden.

Was das genau ist, erläutere ich im Folgenden. Zudem liste ich eine Reihe von aktuellen Beispielen für diese Brettspiel Herausforderungen auf.

Zu guter Letzt erfahrt ihr natürlich auch, was ich davon halte und was meine Challenge in diesem Jahr ist.

Was sind Board Game Challenges?

Übersetzt heißt das so viel wie Brettspiel Herausforderungen. Und genau das ist es eigentlich.

Um mehr Spiele zu spielen, setzt man sich selbst unter Druck, indem man eine bestimmte Herausforderung definiert, die man in einem Kalenderjahr schaffen will.

So nehmen sich viele Brettspieler, die viele ihrer Spiele entweder noch gar nicht, oder aber zu wenig gespielt haben, vor, eine bestimmte Menge Spiele eine bestimmte Zahl an Partien zu spielen. So war die Idee der Challenges geboren.

Diese Challenges gibt es mittlerweile in vielen verschiedenen Formen.

Board Game Challenges – Beispiele

BGG ist die zentrale Anlaufstelle für Brettspieler, ganz besonders aus dem englischsprachigen Raum. Da ist es nicht überraschend, dass sich dort auch viele der Board Game Challenges finden.

Hier ein paar aktuelle Beispiele:

  • 10×10 Challenge

    Der Klassiker unter den Challenges ist sicher die 10×10 Herausforderung. Hierbei nimmt man sich vor, 10 Brettspiele aus der eigenen Sammlung mindestens 10 mal im Jahr zu spielen.

    Das hört sich vielleicht im ersten Moment gar nicht so dramatisch an, aber das sind insgesamt 100 Spielrunden. Wenn ich mal durchrechne, wie viele Brettspiele ich im letzten Jahr mindestens zehn mal gespielt habe, so komme ich nicht auf 10 Spiele.

    Der Sinn der Challenge ist vor allem, gute Brettspiele öfter auf den Tisch zu bekommen. Das ist bei der großen Flut an Neuerscheinungen eine sinnvolle, aber auch schwere Herausforderung, wie ich finde. Es gibt hier auch die eine oder andere Variante mit noch mehr Herausforderungen.

  • 52 Spiele Challenge

    Der Titel dieser Challenge ist etwas missverständlich, denn es geht nicht einfach darum 52 verschiedene Spiele zu spielen, auch wenn das ebenfalls eine Herausforderung ist, die aber noch relativ einfach zu bewältigen ist.

    Stattdessen gibt es hier eine Auflistung von 52 Kategorien, die man mit 52 verschiedenen Spielen erfüllen muss. So z.B. ein Brettspiel spielen, welches in einem Land spielt, das man noch nicht besucht hat, ein Brettspiel, welches ausschließlich schwarz/weiß ist, oder welches auf einem Buch basiert. Noch schwieriger macht es die Regel, dass jedes gespielte Brettspiel nur in einer Kategorie gewertet werden darf.

    Eine kreative Challenge, die aber meiner Meinung nach etwas zu spezifisch ist. Hier muss man sich teilweise Spiele suchen, die man vielleicht gar nicht spielen will, nur um die Kategorie-Anforderungen zu erfüllen.

  • 18 Ungespielte in 2018

    Mit jedem Jahr wird diese X Ungespielte Challenge schwerer. In 2018 gilt es insgesamt 18 eigene Brettspiele zu spielen, die bisher ungespielt im Regal liegen. So wirklich schwer ist diese Anzahl aber noch nicht. 2050 ist es sicher deutlich herausfordernder.

    Ich finde die Challenge aber aus 2 Gründen gut. Man spielt endlich mal die Spiele, die man sich gekauft hat und zudem findet man so vielleicht auch Brettspiele, die man wieder loswerden möchte. Schließlich nehmen Spiele, man doch nicht so gut findet, nur wertvollen Platz im Regal weg.

  • The 2018 Solo and Coop Unpossible Challenge

    Den Titel übersetze ich mal nicht auf deutsch, denn dann klingt er einfach nicht mehr so gut. Hierbei geht es ganz einfach darum, schwierige Solo- oder Koop-Brettspiele zu knacken bzw. neue Highscores aufzustellen.

    Dabei setzt man sich bei so einem Brettspiel ein Ziel, welches man auch gut als Unmöglich bezeichnen könnte, und versucht es dennoch zu erreichen.

    Ein aktuelles Beispiel ist Terraforming Mars. Hier hat sich ein Spieler vorgenommen, das Spiel solo mit allen Konzernen einmal zu gewinnen. Zudem will er 100 oder mehr Punkte mit jedem Konzern erzielen.

    Das ist schon eine sehr herausfordernde Challenge, die besonders für Vielspieler gedacht ist, die sich gern an einem Spiel die Zähne ausbeißen und das Optimum herausholen wollen.

  • Steigere deinen H-Index

    Hier musste ich erstmal selbst nachlesen, was damit gemeint ist. Aber im Grunde ist es ganz einfach. Der H-Index ist die Anzahl der Brettspiele, die man öfter gespielt hat, als deren Position in der eigenen Liste (nach Anzahl der Partien).

    Das meistgespielte eigene Spiel steht also auf Position 1 in der Liste und das hat man z.B. 10 mal gespielt. Das zweithäufigste 6 mal, das dritthäufigste 4 mal und das vierthäufigste 3 mal. In diesem Beispiel ist der H-Index 3, weil das Brettspiel auf Position 4 seltener als dessen Position in der Liste gespielt wurde.

    Ziel dieser Challenge ist es die eigenen Lieblingsspiele öfter zu spielen. Damit versucht man also auch mit dieser Challenge ein wenig gegen den “Cult of the New” zu steuern und die besten Spiele der eigenen Sammlung öfter auf den Tisch zu bekommen.

  • Familien-Wunsch Challenge

    5 Brettspiele jeweils 5 mal in 2018 mit der Familie spielen? Das klingt doch nicht so schwer, oder?

    Zum einen kommt es aber auf die Familienmitglieder an. Sind es passionierte Spieler oder muss man da immer ein wenig nachhelfen? Zum anderen dürfen sich die Familienmitglieder aussuchen, welche Spiele sie spielen wollen.

    Gerade für Vielspieler kann das schon eine Herausforderung sein, da meist wohl eher seichtere Familien-Titel wie Kingdomino, Zug um Zug oder gar Phase 10 von den anderen ausgesucht werden. Deshalb kann diese Challenge durchaus eine Herausforderung sein.

Das war nur eine Auswahl, denn es gibt noch mehr Challenges. Die Brettspiel-Community ist da sehr kreativ. In dieser Liste findet ihr noch weitere Herausforderungen.

Was ist deine Lieblings Board Game Challenge?

Ergebnis

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Habt ihr einen anderen Liebling unter den Challenges, dann hinterlasst einen Kommentar. Ich bin gespannt.

Meine Challenge 2018

Ich habe mir für 2018 nun ebenfalls vorgenommen so eine Herausforderung anzunehmen. Aber ich werde nicht nur eine, sondern gleich 2 Challenges versuchen zu knacken.

Zum einen die 18 ungespielte in 2018 Herausforderung. Das klingt zwar nicht so hart, aber da ich eher Familienmitglieder habe, die gern bekannte Spiele immer wieder spielen wollen, ist das gar nicht so einfach. Ich werde versuchen immer mal wieder neue Spiele auf den Tisch zu bekommen, die in meinem Regal stehen und noch nicht gespielt wurden. Neben den Runden mit der Familie rechne ich hier aber auch meine Solo-Partien mit neuen Brettspielen mit ein. Nicht einrechnen werde ich Brettspiele, die in meinen Brettspiel-Runden auf den Tisch kommen. Dann wäre es sicher zu einfach.

  1. Quadropolis ✓
  2. The Lost Expedition ✓
  3. Firefly ✓


Zum anderen habe ich mich für die Familien-Wunsch Challenge entschieden. Diese widerspricht ein wenig der anderen Challenge, da es hier darum geht dieselben Spiele immer wieder zu spielen. Es wird also eine gewisse Herausforderung 5 Brettspiele nach Wunsch der Familie 5 mal in 2018 zu spielen.

  1. Kingdomino
  2. Zug um Zug: Europa

Ich werde diesen Artikel regelmäßig aktualisieren und über meine Fortschritte berichten.

Was haltet ihr von solchen Challenges?

Ihr findet meine beiden Herausforderungen für dieses Jahr nicht so schwer? Mal davon abgesehen, dass dies sicher von Person zu Person unterschiedlich ist, will ich mich auch gar nicht zu sehr unter Druck setzen. Sobald so eine Challenge in Arbeit ausartet, würde es mir keinen Spaß mehr machen.

Für mich soll es eine kleine Herausforderung sein, aber auch nicht zu schwer. Schließlich spiele ich vor allem um Spaß mit anderen (oder auch allein) zu haben.

Was haltet ihr von solchen Board Game Challenges? Macht ihr bei sowas mit oder haltet ihr das für Quatsch?

1 Kommentar

  1. Ich wusste gar nicht, dass es so einen Trend gibt. Für mich wäre das nichts. Ich spiele einfach, wenn ich (oder wir) Lust habe. Tendenziell finde ich die Familien und die ungespielt Challenges am Besten.

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