To Sleeve or not to Sleeve – Nutzt ihr Karten-Hüllen als Schutz für Brettspiele?

Die ersten Karten-Hüllen habe ich tatsächlich in den 90er Jahren bei Magic: The Gathering gesehen. Das war aber noch eine Zeit, als ich mit Brettspielen nicht viel am Hut hatte.

Heute sieht das natürlich ganz anders aus und solche Karten-Hüllen, auch Sleeves genannt, sind auch bei mir häufig anzutreffen.

Was es mit diesen Sleeves auf sich hat, wieso man diese als Schutz bei Brettspielen gebrauchen kann und was das vielleicht auch für Nachteile hat, erfahrt ihr heute.

Über euer Feedback zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen.

Abnutzung durchs Spielen

Bei Kartenspielen sieht man es besonders gut. Das abgenutzte Wizard Spiel oder die schon sehr mitgenommenen Abluxxen Karten, kennen wohl die meisten.

Aber auch bei vielen Brettspielen gibt es Karten und wenn diese oft in die Hände genommen werden, leiden sie darunter. Zudem kann auch mal ein Glas umkippen oder der Mitspieler greift sich mit seinen fettigen Snack-Fingern die Karten.

Das alles trägt nicht dazu bei, dass die Karten gut erhalten bleiben.

Karten-Hüllen als Schutz

Dieses Problem haben natürlich auch Firmen erkannt und deshalb die sogenannten Sleeves als Lösung entwickelt. Dabei handelt es sich um Karten-Hüllen aus durchsichtigem Kunststoff. Diese sind meist sehr dünn und flexibel, es gibt sie aber auch in dicker und stabiler.

Diese Hüllen sind an einer Seite offen, damit man die Karte reinstecken kann.

Manche Karten-Hüllen passen besser als andere.

Manche Karten-Hüllen passen besser als andere.

Meist reicht das völlig aus, um die Karten zu schützen. Profis nutzen aber erst eine kleinere Hülle und stecken da die Karte rein. Anschließend wird das dann noch von der anderen Seite in eine etwas größere Hülle gesteckt. Der perfekte Schutz.

Geschichte der Karten-Hüllen

Solche Karten-Hüllen gibt es schon eine ganze Weile und wurden nicht für Brettspiele erfunden, wie ich oben ja schon angedeutet habe. 1995 hat Ultra Pro die ersten Sleeves für Collectible Card Games veröffentlicht.

Diese waren komplett durchsichtig, wie man sie heute kennt. Danach kamen aber schnell auch Sleeves mit farbiger Rückseite.

Mayday Games hat erst 2008 die ersten Sleeves für Brettspiele rausgebracht. 2009 begann dann Fantasy Flight Games ebenfalls damit Karten-Hüllen herauszubringen.

Früher gab es da aber teilweise noch große Qualitätsunterschiede und selbst heute sind gerade die besonders günstigen Sleeves nicht perfekt. Das fängt bei der Dicke an, bei der Möglichkeit die Karten zu mischen und selbst die Größe der Sleeves ist bei Billig-Anbietern nicht immer genau gleich.

Ich mag Sleeves, aber nicht immer

Ich nutze mittlerweile häufig Karten-Hüllen. Die Karten vieler Brettspiele sind bei mir gesleeved, da ich diese nicht abnutzen möchte, zumal die Spiele meist auch nicht so günstig sind. Bei Terraforming Mars sind Karten-Hüllen z.B. ein No-Brainer, aber auch viele andere Spiele mit weniger oder mehr Karten habe ich mit Sleeves geschützt.

Allerdings betrifft das nicht alle Spiele. Schließlich gehen die Hüllen schon ganz schön ins Geld, wenn man diverse Packs kaufen muss. Spiele wie Firefly oder eben Terraforming Mars haben hunderte Karten.

Die Karten-Hüllen kommen bei meiner Familie zudem gemischt an. Manche mögen es, andere stört es. In meinen Brettspiel-Runden sind von einem Spieler alle Spiele gesleeved. Andere dagegen sehen das entspannter.

Ich muss sagen, dass ich Sleeves bei den meisten Brettspielen mag, aber bei reinen Kartenspielen stört es mich oft. Wizard und Co. würde ich nie in Hüllen packen.

Bei mir werden also vor allem Karten in Hüllen gepackt, die man aufnimmt, vor sich hinlegt und mal hin und wieder anfasst. Karten, die permanent durch die Hände gehen, stecke ich dagegen eher selten in Hüllen, auch wenn diese es besonders nötig hätten

Das mag vielleicht etwas komisch sein, aber ich finde, solche Hüllen bringen auch Nachteile mit sich.

Slevees bringen Probleme mit sich

Solche Karten-Hüllen können Probleme mit sich bringen.

So stören diese oft ein wenig, wenn man Karten mischen muss. Hier kommt es allerdings sehr auf die Qualität der Hüllen an.

Der Platzbedarf von gesleevten Karten ist zudem größer. Der Stapel solcher geschützen Karten wird höher. Dadurch rutscht der Stapel auch eher und steht nicht so sicher, wie ohne Hüllen. Hier helfen Kartenhalter.

Zudem werden Karten mit Sleeves immer etwas größer, egal wie gut die Hüllen passen. In manche Inserts passen die gesleevten Karten nicht mehr rein, was natürlich schlechte Planung seitens der Brettspiel-Hersteller ist.

Die Karten-Hüllen leiden mit der Zeit aber auch. Bei häufig gespielten Spielen muss man diese dann auch mal ersetzen. So benötigt das schon erwähnte Terraforming Mars in unserer Spielrunde sicher bald mal neue Hüllen.

Die perfekte Karten-Hülle finden

Es ist gar nicht so einfach, die richtige Hülle zu finden, da es sehr viele verschiedene Kartengrößen gibt. Entsprechend gibt es die Hüllen ebenfalls in vielen verschiedenen Größen.

Entweder man hat zu Hause viele verschiedene Hüllen-Größen vorrätig oder man besorgt sich passend zum jeweiligen Spiel die Hüllen. Man findet im Netz Verzeichnisse der passenden Hüllen für tausende Brettspiele. So z.B. bei BGG oder auch in dieser Liste.

Bei Kickstarter-Brettspielen sind die Hüllen manchmal schon dabei. Die deutsche Spieleschmiede bietet meist gleich für ein paar Euro passende Hüllen zu jedem Projekt mit an. Das sind qualitativ zwar nicht die besten, aber okay.

Sowas fehlt mir bei Online-Shops größtenteils. Da könnte man doch auch gleich die passenden Hüllen zu jedem Brettspiel mit anbieten. Zumindest bei speziellen Brettspiel-Shops wäre das doch eine gute Idee.

Hier seht ihr verschiedene Hüllen-Päckchen:

Es gibt viele verschiedene Karten-Hüllen Größen und Hersteller

Karten-Hüllen in verschiedenen Größen und von vielen Herstellern

Ich habe immer welche zu Hause herumliegen, aber dennoch sind diese bei neuen Spielen nicht immer ausreichend. Schließlich gibt es Spiele, die gleich mal ein paar Hundert Karten haben und entsprechend viele Sleeves in der passenden Größe benötigen. Oder die Spiele haben sogar unterschiedliche große Karten dabei, was auch nicht ungewöhnlich ist

Muss man denn immer gleich übertreiben?

Manche finden Sleeves bereits übertrieben, aber es geht noch “besser”. Ich kenne Leute, die haben Karten, aber auch Spielmaterial, wie Spielertableaus, laminiert.

Der Wunsch, das Brettspiel zu schützen kann also noch weitaus stärkere Züge annehmen.

Nutzt ihr Karten-Hüllen bei euren Brettspielen?

Ergebnis

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Lohnen sich Karten-Hüllen?

Ob es sich bei teuren Brettspielen aber wirklich lohnt Karten-Hüllen zu nutzen, ist schwer zu sagen. Man spielt ja viele von denen nicht annähernd so oft, wie kleine, schnelle Kartenspiele.

Und die Sleeves sind auch nicht so günstig, gerade wenn man qualitativ bessere möchte und viele davon braucht.

Wie haltet ihr es mit Karten-Hüllen? Nutzt ihr diese oder ist das in euren Augen Quatsch?

3 Kommentare

  1. Sleeves nutze ich, wie du z.B. bei Terraforming Mars und den meisten LCGs die ich (meistens) in überschaubarem Rahmen habe.
    Als einziges “normales” Kartenspiel habe ich tatsächlich Bohnanza gesleeved, da ich die nicht mehr erhältliche Erweiterung High Bohn hab. Und die will ich schützen. :-)

  2. Grundsätzlich sleeves ich alles, was in diese Hüllen passt:
    https://www.amazon.de/gp/product/B00J29ZPBE/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1

    Sind die günstigsten und mehr möchte ich für sleeves auch nicht ausgeben, denn sonst steht das in keiner relation zb. bei living card games wie pathfinder oder arkham horror wo man massig karten hat. wenn man da viel geld für hüllen ausgibt, kann man sich gleich ein frisches pack um das geld kaufen.

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