Azul: Die Gärten der Königin - Spiel des Monats JuliWerbung/Bild:Amazon

Mit Azul: Die Gärten der Königin ist der vierte Teil der erfolgreichen abstrakten Brettspiel-Reihe bei Next Move Games erschienen.

Was ich von Azul: Die Gärten der Königin halte, was es Besonderes macht und warum es mein Spiel des Monats Juli geworden ist, erfahrt ihr im Folgenden.

Zudem gehe ich darauf ein, für wen dieser Azul-Ableger das perfekte Spiel ist.

(Hinweis: Das Spiel wurde mir vom Verlag kostenlos bereitgestellt.)

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Worum geht es im Spiel Azul: Die Gärten der Königin?

Thematisch geht es in Azul: Die Gärten der Königin mal wieder in die Geschichte, wo wir die Gärten von Königin Maria von Aragón, Gemahlin von Portugals König Manuel I., anlegen.

Spielerisch ist es allerdings wieder ein abstraktes Spiel, das aber wirklich hübsch aussieht und wieder hochwertig wirkt.

Azul: Die Gärten der Königin

(Next Move Games)
Für Königin Maria legen wir in diesem neuen Azul-Ableger den perfekten Garten an. Diesmal haben wir Sechseck-Teile, die Bäume, Pflanzen und Ornamente zeigen.
Autor: Michael Kiesling
Grafiker: Chris Quilliams
2 - 4
Spieler
ab 10
Jahren
45 - 60
Minuten
7.6 von 10
BGG Bewertung
Pos. 1043
auf BGG
Das Drafting und Legen ist wieder spannend, aber andere Mechaniken machen diesen Azul-Nachfolger komplexer. Zudem ist er sehr schön.
44,89 € *
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2022

Im Grunde machen wir hier wieder das, was wir schon in den Vorgängern der Azul-Familie getan haben. Wir draften Mosaiksteine, diesmal sechseckige, und wollen damit eine möglichst punkteträchtige Auslage auf unserer Tableau legen.

Neben den hochwertigen Steinen gibt es ein zentrales Tableau, Garten-Plättchen, einen Beutel und einen „Turm“, in den wir abgelegten Steine werfen. Zudem sind farblose „3D“ Jokersteine enthalten. Mehr Einblicke gibt es in meinem Unboxing-Video.

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Es werden auch diesmal wieder zufällig Steine aus dem Beutel gezogen und man darf im eigenen Zug entweder alle ausliegenden Steine einer Farbe (aber unterschiedliche Symbole) oder Steine mit dem gleichen Symbol (aber unterschiedlichen Farben) nehmen. Diese platziert man im Lager auf dem eigenen Tableau, welches mit 12 Plätzen relativ groß, aber auch recht schnell voll ist.

Der Grund für den Platz ist, dass wir als weitere Aktion einen Stein in unserem Garten platzieren können. Diesen müssen wir dann aber bezahlen, wobei der „Preis“ je nach Symbol zwischen 1 und 6 liegt. Das Baumsymbol bedeutet eins, wogegen der Vogel (mit seinen beiden Flügeln) 2 kostet und so weiter. Die einzelnen Symbole samt Preise sind auf dem eigenen Tableau angegeben.

Zum Bezahlen müssen wir andere Steine aus unserem Lager abwerfen. Entweder müssen diese alle das gleiche Symbol haben (aber dann wiederum alle eine andere Farbe) oder die gleiche Farbe (dann aber alle ein anderes Symbol). Das ist beim Lesen der Regeln erstmal ein wenig kompliziert, aber man versteht es beim Spielen dann sehr schnell. Der platzierte Stein zählt übrigens bei der Bezahlung mit, so dass der Baum keinen zusätzlichen Stein kostet.

Und so legen wir nach und nach Steine in unseren Garten, wobei es hier natürlich noch ein paar Regeln zu beachten gibt.

Azul: Gärten der Königin

Irgendwann müssen wir uns dann auch mal einen Gartenausbau holen, was ein zusätzliches Plättchen ist und uns erlaubt, mehr Steine in unserem Garten zu platzieren.

Umbauen wir ein Symbol auf dem Spielplan, gibt es 1 bis 3 graue Jokersteine, die sehr hilfreich sind.

Warum ist Azul: Die Gärten der Königin mein Spiel des Monats?

Trotz des „Themas“ handelt es sich hier natürlich wieder um ein abstraktes Legespiel, welches klar als Azul-Ableger zu erkennen ist. Im Gegensatz zum Original-Azul ist Azul: Die Gärten der Königin aber deutlich banspruchsvoller und komplexer.

Das fängt schon beim eigenen Tableau an, welches nicht „fertig“ ist, sondern nach und nach mit „Unterlagen“ ausgefüllt werden muss, damit man überhaupt Steine platzieren kann.

Zusätzlich gibt es den Bezahlmechanismus, der eine weitere Ebene hinzufügt und bedacht werden muss. Da die Steine unterschiedlich teuer sind, muss man gut überlegen, welche man sich nimmt. Die günstigeren kann man zwar leichter platzieren und kommt damit eher zu Jokersteinen, aber die teureren Steine bringen bei der Endwertung natürlich mehr Punkte.

Am Ende jeder Runde gibt es zudem für bestimmte Farben und Symbole Punkte und es gibt sowohl für Farbgruppen, als auch für Symbolgruppen am Spielende Punkte. Für ein Gebiet aus 6 Steinen gibt es zudem nochmals Bonus-Punkte. Nicht verbaute Steine geben Minuspunkte.

Es gibt hier also einiges zu beachten und das macht Azul: Die Gärten der Königin zu einem Kennerspiel. Das mag nicht jedem gefallen, denn Azul war gerade für seinen leichten Zugang bekannt. Die Nachfolger waren zwar schon komplexer, aber Azul: Die Gärten der Königin setzt da nochmal deutlich einen drauf.

Gerade Wenigspieler, die gern aus dem Bauch spielen, werden mit diesem vierten Teil nicht so viel anfangen können. Vielspielern gefallen dagegen die zusätzlichen Herausforderungen und Möglichkeiten aber oft besser.

Spiel des Monats – Checkliste

EinstiegshürdeGrundregeln an sich einfach, aber gerade der Bezahlmechanismus ist nicht so trivial und die Regeln sind an 1-2 Stellen etwas unklar.
AnspruchDer anspruchsvollste Teil Azul-Familie. Man muss gut überlegen und versuchen mit dem Glücksfaktor umzugehen, um viele Punkte zu machen.
BesonderheitenDer Bezahlmechanismus ist zumindest für die Azul-Reihe etwas besonderes und die verschiedenen Wertungen während und am Ende des Spiels ebenfalls.
QualitätAuch in diesem Teil ist die Materialqualität wieder sehr gut und ich mag die Pastellfarben sehr. Nur die beiden Lila-Töne bei den Steinen sind schon etwas ähnlich.
WiederspielwertDer zentrale Spielplan hat eine Rückseite mit anderen Wertungen.
SpielzeitMit 45 bis 60 Minuten ist auch die Spiellänge im Kennerspiel-Bereich, aber immer noch angenehm.

Lohnt sich Azul: Die Gärten der Königin?

Abenteuer Brettspiele Empfehlung für VielspielerIch muss sagen, dass ich Azul: Die Gärten der Königin sehr mag. Es ist immer noch ein abstraktes Spiel, aber der Bezahlmechanismus macht es deutlich spannender und die verschiedenen Wertungen muss man ebenfalls im Blick haben.

Es bietet nicht mehr die Leichtigkeit und Eleganz des Originals, aber nach den beiden anderen Teilen (inkl. dem wirklich guten Azul – Der Sommerpavillon) ist das hier eigentlich die konsequente Weiterentwicklung.

Ich finde, dass man hier immer noch die Azul-DNA erkennt, aber eben für eine andere Zielgruppe, was ich völlig okay finde. Für mich ist Azul: Die Gärten der Königin insgesamt der zweitbeste Teil der Reihe und mein Spiel des Monats Juli.

Azul: Die Gärten der Königin (Next Move Games)

Autor: Michael Kiesling
Mechaniken: Drafting, Set Collection, Tile Placement
Spielidee 8 / 10
Qualität 9.5 / 10
Zugänglichkeit 8.5 / 10
Spielspaß 9.5 / 10
Preis/Leistung 9 / 10
8.9

Vorteile

  • interessanter Bezahlmechanismus
  • komplexer und anspruchsvoller
  • sehr schöne Gestaltung und Material

Nachteile

  • nichts mehr für Einsteiger
  • 1-2 Unklarheiten in den Regeln
Das Drafting und Legen ist wieder spannend, aber andere Mechaniken machen diesen Azul-Nachfolger komplexer. Zudem ist er sehr schön.