Die Tiere vom Ahorntal – Brettspiel Review

Um die Die Tiere vom Ahorntal geht es im gleichnamigen Brettspiel, in dem wir uns auf den Winter vorbereiten und möglichst viele Annehmlichkeiten und Nahrung sammeln.

Dabei gibt es aber nicht nur viel Abwechslung auf dem Spielbrett, sondern auch interessante Mechaniken. Wie Die Tiere vom Ahorntal funktioniert und wie mir das Brettspiel gefällt, erfahrt ihr im folgenden Review. Dabei verlinke ich unter anderem mein Let’s Play Video.

Ich freue mich natürlich wie immer sehr über eure Meinung und eure Erfahrungen mit diesem Brettspiel. Hinterlasst gern einen Kommentar.

(Hinweis: Das Spiel wurde mir vom Verlag kostenlos bereitgestellt.)

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Wie gut ist Die Tiere vom Ahorntal? – Fazit

Die Tiere vom Ahorntal ist ein abwechslungsreiches gehobenes Familienspiel, welches eine sehr schöne Gestaltung besitzt.

Der Einstieg ist leicht, aber dennoch bieten die unterschiedlichen Einsetzfelder und die vielen Verbesserungs- und Ideenkarten immer wieder taktische Herausforderungen. Das Spielmaterial ist gut und Aufbau ist relativ schnell erledigt.

Insgesamt gefällt mir Die Tiere vom Ahorntal wirklich gut, weshalb es immer wieder auf den Tisch kommt. Man sollte sich von der niedlichen Gestaltung nicht täuschen lassen. Hier steckt schon ein interessantes und cleveres Spiel drin.

Was ist Die Tiere vom Ahorntal?

Die Tiere vom Ahorntal ist ein ehemaliger Kickstarter, der von Board Game Circus auf deutsch lokalisiert wurde und nun erschienen ist.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Kinderspiel. Das fängt schon bei der Box an, auf der sich niedliche Tiere befinden, aber auch das restliche Spielmaterial erweckt diesen Eindruck. Es ist aber schon anspruchsvoller und keinesfalls etwas, was man mit kleinen Kindern spielen kann.

Thematisch bereiten sich die Tiere vom Ahorntal das ganze Jahr auf den Winter vor. Dabei sammeln wir nicht nur Nahrung, sondern auch viele Annehmlichkeiten für das eigene Heim, wie Kleidung, Einrichtung oder sogar Brettspiele. Es gibt insgesamt 5 Tier-Familien mit je vier hübsch bedruckten Meeplen: Hasen, Stachelschweine, Waschbären, Füchse und Eichhörchen.

Die Tiere vom Ahorntal

(Board Game Circus)
Im Frühling, Sommer und Winter sammeln wir Ressourcen, um unser Tierdorf schöner zu machen und auf den Winter vorzubereiten. Unter anderem ist Set Collection hier dabei.
Autor: Roberta Taylor
Grafiker: Shawna J.C. Tenney
1 - 5
Spieler
ab 8
Jahren
ca. 45
Minuten
7.6 von 10
BGG Bewertung
Pos. 833
auf BGG
Sehr schönes Kennerspiel, welches einen interessanten Mechanik-Mix mitbringt und einiges an Abwechslung.
zur Spiele-Offensive*



 
51

(Like)
2022

Über 8 Runden sammeln wir Ressourcen, setzen Ideenkarten um, holen uns Verbesserungen und versuchen das beste aus den aktuellen Möglichkeiten zu machen, um am Ende der Partie die meisten Herzen (Siegpunkte) zu haben.

Was ist drin?

In der Box von Die Tiere vom Ahorntal finden sich neben dem farbenfrohen Spielbrett und den Tiermeeplen unter anderem Würfel und eine Menge Papp-Ressourcen.

Zudem gibt es verschiedene Kartenstapel. Das sind unter anderem die Gegenstände, die wir für den Winter sammeln, aber auch Verbesserungen, neue Talkarten und Besucherkarten.

Das Spielmaterial sieht sehr schön aus und sorgt dafür, dass gerade Wenigspieler davon schon sehr ansprochen werden.

In meinem Unboxing Video schaue ich mir den Inhalt der Box genauer an.

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So funktioniert Die Tiere vom Ahorntal

Eine Partie Die Tiere vom Ahorntal geht über 8 Runden (Monate), bevor der Winter kommt (Wertung). Dabei sind die 8 Runden thematisch in Frühling (3 Runden), Sommer (3) und Herbst (2) unterteilt.

Es gibt viele verschiedene Einsetzfelder. So z.B. die beiden Talkarten, die insgesamt 4 Einsetzfelder bieten und jede Runde ausgetauscht werden. Hier muss man jede Runde schauen, was diese bringen und welche davon für die eigene Strategie interessant sind.

Die Tiere vom Ahorntal - Talfelder

Ebenfalls jede Runde anders ist der Besucher, der im Gasthaus liegt. Dieser bietet nicht nur andere Aktionsmöglichkeiten, sondern bringt Sonderregeln mit, die für die aktuelle Runde gelten.

Die Tiere vom Ahorntal - Reisende

Andere Einsetzfelder bieten Ressourcen oder ermöglichen es Karten/Verbesserungen zu nehmen. Auch ein Marktfeld ist vorhanden, in dem man Ressourcen ertauschen kann.

Worker/Dice Placement

Die eigentliche Runde besitzt einen ungewöhnlichen Ablauf. Zuerst würfelt jeder die eigenen 2 farbigen Würfel und danach stellt man die eigenen 4 Tiermeeple auf Einsetzfelder auf dem Spielplan ein. Dabei blockiert man sich nicht gegenseitig, aber man selbst darf pro Feld nur einen Meeple einsetzen. Alle SpielerInnen setzen gleichzeitig ihre Meeple ein.

Erst danach werden die 4 weißen Dorfwürfel gewürfelt, die in dieser Runde dann alle Mitspielenden mit den gleichen Werten nutzen.

Man weiß also vor dem Einsetzen der eigenen Meeple nur von 2 der 6 nutzbaren Würfel, welche Werte diese haben. Danach sind die Spielenden der Reihe nach dran, und weisen ihren Meeplen die insgesamt 6 Würfel zu, denn nur wenn man passende Würfel zu einem Meeple gelegt hat, wird dieser aktiviert. Hier liegt dann auch der Kniff de Spiels. Die meisten Einsetzfelder sind nur mit bestimmten Würfeln nutzbar.

Manche Einsetzfelder benötigen einen Würfel mit einer bestimmten Augenzahl. Andere Einsetzfelder z.B. 2 gleiche Würfel oder 3 gerade Würfel. Bei anderen wiederum muss eine bestimmte Augenzahl mindestens erreicht werden oder man muss mit 3 Würfeln unter einer Gesamtaugenzahl liegen.

Die Tiere vom Ahorntal - Brettspiel Review

Durch das Würfelglück oder -pech wird man nicht immer alle Tiermeeple dann auch nutzen können. Für jeden Meeple, den man nicht aktiviert in einer Runde bekommt man ein sogenanntes Trostpflaster. Damit kann man später Augenzahlen senken oder erhöhen, um das Würfelpech ein wenig auszugleichen.

Bei ein paar anderen Einsetzfeldern ist die Augenzahl dagegen egal. Und so nutzen wir die Felder mit unseren Meeplen und holen uns entweder Ressourcen, tauschen diese um, erwerben Verbesserungen (die uns im Spielverlauf Siegpunkte und Boni geben) oder nehmen Ideenkarten auf.

Siegpunkte bekommen

Die Ideenkarten sind die Haupt-Siegpunktbringer. Um diese ausspielen zu können, muss man eine Kombination von Ressourcen ausgeben.

Die Ideenkarten bringen an sich schon Siegpunkte (in Form von Herzen), aber es gibt auch viele Kombinationen. Wenn man z.B. die Brot-Karte und die Suppen-Karte ausgespielt hat, gibt es Zusatzpunkte. Auf andere Karten kann man wiederum bestimmte Ressourcen am Spielende legen, um Bonus-Punkte zu bekommen.

Die Tiere vom Ahorntal - Ideenkarten

Auch manche Verbesserungen erlauben es zusätzliche Siegpunkte zu machen oder sie bieten zusätzliche Einsetzfelder oder andere Boni.

Die Tiere vom Ahorntal - Verbesserungen

Wie spielt sich Die Tiere vom Ahorntal?

Ich finde den Grund-Mechanismus von Die Tiere vom Ahorntal schon mal sehr gut. Das Einsetzen der Tiermeeple, obwohl man nur das Würfelergebnis der eigenen 2 Würfel kennt, ist interessant. Es ist immer wieder eine spannende Entscheidung, wo man die eigenen vier Meeple einsetzt und wie sehr man darauf spekuliert, dass die Dorfwürfel „richtig“ fallen. Dass es dabei keine Blockierung durch andere gibt, trägt zur Zugänglichkeit des Spiels bei.

Ebenso finde ich die abwechslungsreichen Einsetzfelder sehr gut, die sich in jeder Runde ändern. Insgesamt 5 Einsetzfelder bieten jede Runde andere Ressourcen, erfordern aber auch andere Würfelkombinationen. Zudem gibt es einzelne Ressourcen (es sind insgesamt 6 dabei, plus Geld und Geschichten) in bestimmten Jahreszeiten gar nicht. So gibt es im Sommer z.B. keine Pilze. Das ist thematisch sehr passend, aber man muss das auch bedenken.

Auch die Reisenden sind eine tolle Sache. Diese bieten nicht nur jedes mal andere Effekte, sondern eine Fähigkeit, die für die aktuelle Runde gilt. Das können Rabatte für Karten sein, zusätzliche Ressourcen im Tal oder auch Effekte beim Start oder Ende der Runde. Der eine oder andere Reisende war etwas unklar, aber auf der Website von Board Game Circus gibt es eine FAQ dazu.

Jede Runde verändert sich also der Spielplan schon recht deutlich, was ich sehr gut finde. Hinzu kommt, dass natürlich auch die Kartenauslage (Verbesserungs- und Ideen-Karten) sich ändert. Gerade im Spiel mit mehreren Personen nimmt man sich hier auch gern mal was weg. Um gute Kombinationen zu finden und möglichst viele Punkte zu erzielen, muss man schon clever spielen, die Runden-Boni gut nutzen und etwas Risiko eingehen, aber auch nicht zu viel.

Die Tiere vom Ahorntal - Dorfwürfel

Die Spieldauer ist mit 3 oder 4 Personen schon etwas mehr, als auf der Schachtel angegeben und mit 5 Personen natürlich noch höher. Man kann allerdings eine kurze Partie mit nur 6 Runden spielen. Nach ein paar Partien ging es bei uns aber dennoch recht flott und das Spiel kam mir nicht zu lang vor.

Der Spannungsbogen ist nicht ideal, denn man kann in den späteren Runden nur wenig mehr, als in den ersten Runden. Eigene Verbesserungs-Karten erlauben zwar neue Einsetzfelder, aber eine etwas stärkere Progression und das Gefühl, dass man am Ende deutlich mehr machen kann, wäre schon schön gewesen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass man immer 6 Würfel hat für die Aktionen und man auch nicht mehr im Spiel dazubekommt.

Insgesamt hat mir Die Tiere vom Ahorntal aber sehr gut gefallen, denn ich mag den Grundmechanismus und die Abwechslung sehr. Zudem gefällt mir die Gestaltung wirklich gut. Die Ideenkarten mit den verschiedenen bekannten Brettspielen ist ein schönes Easteregg.

Man sollte sich von der niedlichen Optik aber nicht täuschen lassen, da es ein gehobenes Familienspiel oder gar unteres Kennerspiel ist. Für letzteren Preis würde ich dem Spiel auch durchaus Chancen einräumen.

Die Tiere vom Ahorntal - Spielbrett

Solo Erfahrungen

Ich habe Die Tiere vom Ahorntal ebenfalls solo gespielt und muss sagen, dass mir das auch sehr gefallen hat. Hier spielt man nicht gegen jemand anderen (Automa oder ähnliches), sondern versucht möglichst viele Punkte zu machen. Es ist also eine Highscore-Jagd.

Dabei muss man gut überlegen, um viele Punkte zu machen, aber dennoch ist es schnell solo gespielt und immer wieder herausfordernd.

Allerdings fehlt hier ein wenig die Konkurrenz um die ausliegenden Karten, die man sich in Mehrpersonen-Partie gegenseitig wegschnappen kann.

Zudem sind leider etwas wenig Verbesserungs-Karten im Solo-Spiel dabei (da man alle doppelten rausnimmt und manchen Verbesserungen sogar komplett). Man muss hier also auf jeden Fall den Ablagestapel mischen.

Die zusätzliche Endwertung im Solo ist niedlich. In vier Bereichen (z.B. Anzahl der Ideenkarten und Gesamtpunkte) prüft man jeweils eine Auswertung und setzt so aus vier Wort-Teilen eine „Auszeichnung“ zusammen. Ich hatte in einer Solo-Partie über 80 Punkte und war damit „Die Satteste verwöhnte fleißige Biene weit und breit“. Aber auch „Der satteste hamsternde alte Hase des Ahorntals“ war ich schon. :-)

Ich habe in meinem YouTube-Kanal ein Solo Let’s Play in zwei Teilen veröffentlicht, in dem ich eine ganze Partie spiele. Dabei erkläre ich die Regeln und schildere meine Eindrücke vom Spiel.

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Alles in allem ist Die Tiere vom Ahorntal ein gutes, schönes und einsteigerfreundliches Brettspiel, dass einiges an Abwechslung und interessanten Herausforderungen bietet.

Auch ich als Vielspieler habe daran meinen Spaß und versuche sehr gern das taktisch beste aus den Möglichkeiten herauszuholen. Dabei funktioniert das Spiel auch mit Wenigspielern gut, denn die grundlegenden Regeln sind nicht kompliziert.

Die Tiere vom Ahorntal (Board Game Circus)

Autor: Roberta Taylor
Mechaniken: Dice Placement, Karten, Push your Luck, Resourcen-Management, Set Collection, Worker Placement
Spielidee 9 / 10
Qualität 8.5 / 10
Zugänglichkeit 9 / 10
Spielspaß 9 / 10
Preis/Leistung 8.5 / 10
8.8

Vorteile

  • Sehr schöne Gestaltung
  • Interessanter Aktionswahl-Mechanismus
  • Viel Abwechslung
  • Einsteigerfreundlich

Nachteile

  • Kann mit Grüblern deutlich länger dauern
  • Optik täuscht ein wenig bzgl. des Anspruchs
  • Progression im Spiel nicht sehr stark
Sehr schönes Kennerspiel, welches einen interessanten Mechanik-Mix mitbringt und einiges an Abwechslung.

2 Kommentare

  1. Hanspeter

    Wir haben die „Tiere vom Ahorntal“ in der schönen Deluxe-Version mit Holztierchen und Ressourcen gespielt, das wertet natürlich optisch auf. Ein leicht zugängliches Spiel der Ressourcenplanung, mit begrüßenswertem Glückselement (ist ja wohl im Tierleben auch so). Eher taktisch, das macht das Spiel aber auch fluffig. Mir hat gefallen, dass man immer was tun kann, auch wenn das eigene Tierchen mal keine Ressource, dafür aber ein Trostpflaster bekommt.

    • Peer

      Das stimmt, Frust kommt nicht auf. Ich finde das Zocken beim Einsetzen auch sehr spannend und dann der Glückmoment beim Würfeln der Dorfwürfel. Schönes Spiel.

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