Pegasus Spiele 54902G - Century 2 - Fernöstliche Wunder (PlanB Games)WERBUNG
Auf ein hübsches Insel-Archipel geht es in Century: Fernöstliche Wunder, dem zweiten Teil der Century-Reihe von Plan B Games.

Was die Unterschiede zum ersten Teil sind, wie es sich spielt und was ich davon halte, erfahrt ihr in meinem heutigen Review.

(Hinweis: Das Spiel wurde mir vom Verlag kostenlos bereitgestellt.)

Was ist Century: Fernöstliche Wunder?

Bei Century: Fernöstliche Wunder handelt es sich, genauso wie beim Vorgänger, wieder um ein Ressourcen-Tausch-Spiel. Wie sammeln Gewürze, tauschen diese in andere um und versuchen damit Aufträge zu erledigen.

Das tun wir diesmal, indem wir mit unserem Schiff über eine modulare und damit jedesmal andere Inselwelt fahren. Dabei bauen wir Stützpunkte auf, nutzen die Inselaktionen oder ernten billigen Ingwer.

Wer am Ende die meisten Siegpunkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel.

Century: Fernöstliche Wunder
(Century: Eastern Wonder)
Pegasus Spiele 54902G - Century 2 - Fernöstliche Wunder (PlanB Games)
Geschichte
Brettspiel
2 - 4 Spieler
Autor: Emerson Matsuuchi
ab 8 Jahren
Grafiker: Atha Kanaani, Chris Quilliams
30 - 45 Minuten
Verlag: Plan B Games
für Einsteiger
Veröffentlichung: 2018
BGG-Position: 694
Sprache: Deutsch

Was ist drin?

Century: Fernöstliche Wunder kommt in der selben Boxgröße, wie der Vorgänger. Aber nicht nur das, die Cover passen zusammen, so dass sie ein größeres Bild ergeben. Leider wird man im Regal selten den Platz haben diese Spiele nebeneinander zu stellen, aber schön sieht es dennoch aus.

Statt Karten sind diesmal Pappplättchen dabei, die einzelne Inseln darstellen, auf denen man Umtauschaktionen nutzen kann. Diese sind hübsch gezeichnet und ergeben zusammen ein schönes Insel-Archipel.

Century: Fernöstliche Wunder - Das Spielbrett entsteht modular.

Century: Fernöstliche Wunder – Das Spielbrett entsteht modular.

Des Weiteren sind natürlich auch hier wieder Gewürze dabei, die durch 4 verschiedenfarbige Würfel dargestellt werden. Davon gibt es jeweils ein ganzes Schälchen voll. Stichwort Schälchen. Diese sind hier auch wieder mit dabei, was die Aufbewahrung der kleinen Würfel vereinfacht.

Century: Fernöstliche Wunder - 4 Gewürzarten sind hier wieder dabei.

Century: Fernöstliche Wunder – 4 Gewürzarten sind hier wieder dabei.

Ebenfalls dabei sind auch hier Punkteplättchen. Darauf sind bestimmte Kombinationen der 4 Gewürzarten abgebildet. Liefert man diese im Hafen ab, erhält man die Siegpunkte, die auf dem Plättchen angegeben sind.

Century: Fernöstliche Wunder - Die Auftragsplättchen bringen Siegpunkte

Century: Fernöstliche Wunder – Die Auftragsplättchen bringen Siegpunkte

Zudem gibt es Bonusplättchen, die man bekommen kann. Darauf sind zum Beispiel Siegpunkte angegeben, aber auch eine zusätzliche Bewegung des eigenen Schiffes oder ein roter Bonuswürfel bei der Ernte-Aktion.

Das schon erwähnte Holzschiff je Spielerfarbe und 20 kleine Pagoden/Stützpunkte, die man auf die Inseln baut, sind ebenfalls noch in der Schachtel. Damit ist diese prall gefüllt.

Die 4 kleinen dünnen Spielertableaus sind schön gestaltet und passen problemlos noch mit in die Box rein.

Zu guter Letzt finden sich 2 weitere Blätter in der Box. Auf einem sind die Regeln für das eigentliche Spiel festgehalten. Auf dem anderen sind die Regeln für das Kombinationsspiel aus Century: Fernöstliche Wunder und Century: Die Gewürzstraße abgedruckt. Das ist hier nämlich eine Besonderheit. Man kann die beiden Spiele einzeln spielen, man kann sie aber auch kombinieren und dann die Version “Die Gewürzinseln” spielen.

In meinem Unboxing-Video könnt ihr euch nochmal genauer anschauen, was alles in der Box dabei ist:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=jgGr88-F9Z4

So funktioniert Century: Fernöstliche Wunder

Im Grunde funktioniert Century: Fernöstliche Wunder wie der Vorgänger. Wir müssen uns Gewürze besorgen, in der Regel den billigen gelben Ingwer.

Auf den einzelnen Inseln können wir dann die Umwandlungs-Aktionen nutzen, um höherwertige Gewürze zu erhalten oder umgekehrt aus den besseren Gewürzen mehr einfache zu machen. Die Basis des Spiels ist also ein Tausch-Mechanismus, der schon beim Vorgänger gut funktioniert hat.

Die ausliegende Inselwelt macht es hier aber interessanter. Man reist mit dem eigenen Schiff herum und da man nicht so weit fahren kann (zu Anfang nur 1 Feld weit kostenlos), versucht man sich nah beieinander liegende Inseln zu suchen, die sich gut ergänzen. Will man weiter ziehen, muss man Gewürze ablegen, was teuer werden kann. Diese können dann übrigens von anderen Spielern eingesammelt werden.

Um die Umwandlungs-Aktion auf einer Insel nutzen zu können (Marktaktion), muss man erstmal einen Stützpunkt dort bauen. Gibt es noch keinen Stützpunkt eines anderen Spielers auf der Insel, kann man diesen kostenlos dort hinsetzen. Gibt es bereits Stützpunkte anderer Spieler, dann muss man je anderem Stützpunkt 1 Gewürz (im Zweispielerspiel 2 Gewürze) aus dem eigenen Laderaum abgeben. Nur wenn ein eigener Stützpunkt auf einer Insel ist, darf man die Umwandelaktion nutzen.

Century: Fernöstliche Wunder - Auf dem Spielbrett ist einiges los.

Century: Fernöstliche Wunder – Auf dem Spielbrett ist einiges los.

An den gelben Ingwer kommt man übrigens sehr einfach heran. Mit der Ernteaktion bekommt man immer 2 Ingwer. Später kann man durch Bonusplättchen weitere rote Gewürze (Chili) beim Ernten bekommen.

Und so sammelt man Gewürze und wandelt diese um. Doch warum macht man das? In den vier Häfen am Rand liegen Auftragsplättchen aus. Darauf sind bestimmte Gewürze abgebildet. Hat man diese im eigenen Laderaum zusammen, dann fährt man einfach zu dem Hafen und gibt sie ab. Dafür bekommt man das Auftragsplättchen, welches einen bestimmten Siegpunktewert besitzt.

Wenn ein Spieler das vierte dieser Plättchen bekommen hat, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt und dann ist Schluss.

Wie spielt sich Century: Fernöstliche Wunder?

Das Spiel ist sehr schnell erklärt, denn auch hier kommen die gesamten Regeln auf einem Blatt (Vorder- und Rückseite) daher. Es gibt im Wesentlichen nur 3 Aktionen und das sorgt für schnelle Züge und relativ wenig Downtime.

Man muss Gewürze ernten und umwandeln, was nicht sehr aufregend klingt. Durch die Inselplättchen gibt es aber interessante Entscheidungen, wo man hinsegelt. Die Inseln werden zufällig ausgelegt und 4 davon sind jeweils nicht dabei. Hier gibt es also Abwechslung, durch die jedes mal andere Zusammenstellung.

Auf diesen neuen Routen muss man dann in Pick up and Deliver Manier den eigenen Laderaum mit den passenden Gewürzen füllen, um ein Auftragsplättchen zu erledigen. Dabei sollte man aufpassen, dass dies einem nicht von einem anderen Spieler weggeschnappt wird.

Etwas Abwechslung und ein wenig unterschiedliche “Strategie” bringen die Bonusplättchen rein. Diese bekommt man, wenn man eine Spalte der eigenen Stützpunkte auf dem Spielertableau verbaut hat.
Die Bonusplättchen bringen zum Beispiel 3 Lagerplätze mehr, 2 statt nur einer kostenlosen Bewegung (sehr stark) oder ein zusätzliches rotes Gewürz beim Ernten. Man kann auf mehrmals die selben Bonusplättchen haben.

Da man Punkte bekommt, je mehr Stützpunkte man baut (dadurch werden immer mehr Siegpunkte auf dem eigenen Tableau aufgedeckt), lohnt es sich also auf der ganzen Inselwelt unterwegs zu sein und möglichst früh die eigenen Stützpunkte zu bauen.

Century: Fernöstliche Wunder - Das Spielertableau mit Stützpunkten und Gewürzen im Laderaum.

Century: Fernöstliche Wunder – Das Spielertableau mit Stützpunkten und Gewürzen im Laderaum.

Im Grunde machen aber alle genau dasselbe. Gewürze sammeln, um Aufträge zu erfüllen. Die Abwechslung in der Vorgehensweise hält sich in Grenzen.

Mein Fazit

Century: Fernöstliche Wunder besitzt eine schöne Ausstattung und das Prinzip des ersten Teils wird hier gut aufgegriffen. Ich mag es, wenn man auf einem (modularen) Spielbrett unterwegs ist, statt nur Karten in der Hand zu halten.

Auf dem “Spielbrett” entsteht nach und nach was. Viele kleine Stützpunkte, die Schiffe und Gewürze liegen dort herum. Allerdings wird es zum Ende hin dadurch etwas unübersichtlich, gerade bei vier Spielern. Das Spielmaterial muss man auf die relativ kleinen Inselplättchen so stellen, dass man noch alles wichtige auf den Plättchen sehen kann.

Dennoch kann man die eigene Aktion gut planen und dadurch ist Century: Fernöstliche Wunder recht schnell gespielt, nach meinen Erfahrungen. Es ist ein leichtes Familienspiel, welches ich etwas besser finde, als den ersten Teil.

Beide sind sich zwar recht ähnlich, aber es gibt etwas mehr Interaktion und durch die ausliegenden Umwandelaktionen ist es weniger Glückslastig als der erste Teil. Man kann besser planen, da alle Umwandlungsaktionen für alle Spieler verfügbar sind.

Zu der Kombination “Die Gewürzinseln”, bei der man beide Spiele zusammen spielt, kann ich noch nichts sagen. Aber das werde ich demnächst auch mal ausprobieren.

Alles in allem ist Century: Fernöstliche Wunder ein gutes Familienspiel für zwischendurch, welches man auch Einsteigern ins Hobby schnell erklärt hat. Allerdings fehlt auf Dauer schon etwas die Tiefe und die Herausforderung.

Century: Fernöstliche Wunder

7.9

Spielidee

6.0/10

Qualität

9.0/10

Zugänglichkeit

9.0/10

Spielspaß

7.5/10

Preis/Leistung

8.0/10

Vorteile

  • Einfache Regeln
  • Kaum Downtime
  • Schönes Material
  • Etwas Interaktion

Nachteile

  • Im Grunde das Gleiche wie beim ersten Century-Teil
  • Nicht viel Spieltiefe