Living Forest - Spiel des Monats MaiWerbung/Bild:Amazon

Mit Living Forest ist ein gehobenes Familienspiel bei Pegasus Spiele erschienen. Ich habe es gespielt und schildere im folgenden Review, was ich davon halte und warum es mein Spiel des Monats Mai geworden ist.

Zudem erfahrt ihr, was die Besonderheiten von Living Forest sind und für wen sich das Brettspiel eignet.

Viel Spaß und wie immer freue ich mich über eure Meinung in den Kommentaren.

(Hinweis: Das Spiel wurde mir vom Verlag kostenlos bereitgestellt.)

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Worum geht es im Spiel Living Forest?

In Living Forest sind wir Waldgeister (Frühling, Sommer, Herbst und Winter), die den Wald beschützen. Dazu löschen wir Feuer, pflanzen neue Bäume an und sammeln heilige Blumen.

Living Forest

(Pegasus Spiele)
Als Naturgeister beschützen wir den Wald. Dazu löschen wir Flammen, pflanzen neue Bäume und kämpfen gegen die Onobi.
Autor: Aske Christiansen
Grafiker: Apolline Etienne
1 - 4
Spieler
ab 10
Jahren
ca. 40
Minuten
7.4 von 10
BGG Bewertung
Pos. 1497
auf BGG
Interessantes Deckbau und und Tile Placement Familienspiel.
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Living Forest - Spiel des Monats MaiWerbung/Bild:Amazon



 
13

(Like)
2022

Die Aktionen werden dabei mit Symbolen ausgeführt, die wir von eigenen Karten erhalten. Am Anfang haben wir alles dasselbe Start-Deck mit Kreaturen, aber nach und nach holen wir uns neue Karten ins Deck. Diese bieten zum Beispiel mehr Element-Symbole, aber leider sind diese teilweise Einzelgänger, was nicht so gut ist.

Am Anfang einer Runde decken gleichzeitig alle SpielerInnen Karten von ihrem Stapel auf. Man kann jederzeit damit aufhören und zwei Aktionen machen, was Sinn macht, denn sobald man 3 Einzelgänger-Symbole aufgedeckt hat (man kann diese allerdings durch Geselligkeits-Symbole auf anderen Karten neutralisieren), muss man aufhören und hat dann leider nur eine Aktion für diese Runde.

Living Forest - Karten - Spiel des Monats Mai

Die möglichen Aktionen sind dann zum Beispiel Feuer löschen, auf einem Steinkreis laufen, neue Tiere ins Deck holen oder einen Baum auf dem eigenen Tableau anpflanzen.

Living Forest - Spielertableau

Sobald jemand eine der drei Siegbedingungen am Ende einer Runde erfüllt, endet das Spiel. Dies sind 12 unterschiedliche Bäume auf dem eigenen Tableau, 12 gelöschte Feuer-Plättchen oder 12 sichtbare heilige Blumen in der eigenen Auslage.

Warum ist Living Forest mein Spiel des Monats?

Als gehobenes Familienspiel ist Living Forest sehr zugänglich.

Schon das Thema und die Aufmachung sind sehr schön und machen Lust auf das Spiel. Neben den schicken Kartenillustrationen der verschiedenen (Fabel-)Tiere sind zum Beispiel die beiden zusammensteckbaren „Regale“ für die Baumplättchen toll. Die passen sogar in die Box.

Living Forest - Bäume

Noch wichtiger ist natürlich der Spielspaß und auch der ist hier gegeben. Der Push your Luck Mechanismus beim Aufdecken der eigenen Karten ist spannend. Natürlich kann man hier auch mal Pech haben und sehr schnell 3 Einzelgänger-Symbole aufdecken, aber dafür hat man dann in der nächsten Runde mehr Möglichkeiten, da der Ablagestapel erst gemischt wird, wenn der Nachzugstapel alle ist.

Neu erworbene Tierkarten kommen zudem oben auf den Nachzugstapel, so dass man weiß, dass diese in der nächsten Runde als erstes gezogen werden.

Nach dem Aufdecken beginnt das der Startspieler damit, eine oder zwei Aktionen durchzuführen.

Living Forest - Karten Auslage

Hier geht es zu meinem Unboxing.

Taktik und Interaktion

Das erlaubt zudem taktische Überlegungen, bei denen auch die Spielerreihenfolge eine Rolle spielt. So werden oft keine Feuer mehr zum Löschen da sein, wenn man am Schluss einer Runde dran ist. Dann geht man lieber auf etwas anderes.

Auf der anderen Seite kann man als letzter in einer Runde den anderen durchaus etwas reinwürgen, indem man z.b. absichtlich Feuer übrig lässt. Es wird nämlich am Ende jeder Runde geprüft, wie viele Feuer noch da sind (bzw. welchen Wert diese haben) und man muss Feuerwaran-Karten auf die Hand nehmen, wenn man nicht genug Wassersymbole ausliegen hat. Diese Karten verstopfen das Deck und haben nur ein Einzelgänger-Symbol darauf. Durch Magie-Fragmente kann man diese aber auch wieder loswerden.

Es gibt also durchaus Interaktion, die negativ sein kann, je nachdem, wie man das Spiel spielt. Da man sich zudem 3 Bonus-Plättchen gegenseitig wegnehmen kann, durch Überspringen auf dem Steinkreis, kommt ein weiteres interaktives Element hinzu.

Living Forest - Steinkreis - Spiel des Monats Mai

Und natürlich kommt man sich auch bei der Tierkarten-Auslage und beim Kaufen der Bäume immer mal wieder in die Quere.

Gute Mischung

Mir gefällt Living Forest gerade durch die Mischung aus angenehmen und leicht zugänglichen Mechanismen, mit dem durchaus vorhandenen taktischen Anspruch und der Interaktion.

Jedes mal ist man gespannt, was man aufdeckt und die Freunde ist groß, wenn man trotz schon 2 vorhandenen Einzelgänger-Symbolen eine weitere Karte aufdeckt und diese nur hilfreiche Symbole zeigt. Auf der anderen Seite ärgert man sich dann aber natürlich auch, wenn das dritte Einzelgänger-Symbol kommt und man nur eine Aktion in dieser Runde hat.

Zudem sind die 3 Endbedingungen interessant, da man sich spezialisieren kann/muss und auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel kommt. Dabei muss man aber auch darauf achten, was die anderen machen und umplanen oder sogar aktiv gegensteuern.

Spiel des Monats – Checkliste

EinstiegshürdeDie Einstiegshürde ist gering, aber ein paar Regeln, gerade die Siegbedingungen betreffend, muss man sich schon merken.
AnspruchTrotz einfacher Regeln bietet Living Forest viele interessante taktische Entscheidungen. Z.B. durch die temporären Bonus-Plättchen, die Interaktion auf dem Steinkreis und so weiter. Im späteren Verlauf ist der Überblick über alle Symbole etwas aufwändiger.
BesonderheitenDie 3 Siegbedingungen sind mal was anderes, als einfach nur Siegpunkte sammeln. Zudem ist der Push your Luck Mechanismus spannend, auch wenn es schon ein wenig an Die Quacksalber von Quedlinburg erinnert.
QualitätDie gute Ausstattung gefällt mir, gerade die Baumplättchen-Halter. Die Illustrationen auf den Karten sind dagegen durchaus Geschmackssache, aber mir gefallen sie.
WiederspielwertImmer andere Karten in der Auslage und die Möglichkeit unterschiedliche Strategien zu fahren, sorgen für Abwechslung. Insgesamt macht man aber schon jede Partie etwas ähnliches und entdeckt nichts Neues mehr, was für ein Familienspiel aber okay ist.
SpielzeitNach der ersten Partie ist die Spielzeit mit gut 45 Minuten sehr angenehm. Oft spielt man noch eine zweite Partie hinterher.

Lohnt sich Living Forest?

Living Forest hat zum Beispiel in Frankreich einen Preis gewonnen und ist hierzulande für das Kennerspiel des Jahres 2022 nominiert.

Gerade letztes zeigt, dass Living Forest schon etwas anspruchsvoller ist. Dennoch ist es einsteigerfreundlich und bietet ein tolles Spielerlebnis. Ich würde es als gehobenes Familienspiel einordnen.

Das Spielmaterial ist qualitativ sehr gut, benötigt auf dem Spieltisch aber auch etwas mehr Platz. Die 3 Siegbedingungen sind nach meinen Erfahrungen nicht ganz gleichwertig. So kam es bei uns öfter vor, dass jemand durch die Flammen-Plättchen gewonnen hat, als durch die heiligen Blumen.

Dennoch macht jede Partie wieder Spaß und gerade der Deckbau mit dem Push your Luck Mechanismus ist mal was anderes und sorgt für Emotionen am Tisch.

Wer möchte, kann sich bei Pegasus ein PDF mit dem Solo-Modus herunterladen, um Living Forest allein zu spielen. Ich finde es aber mit anderen zusammen besser. Vor allem ab 3 SpielerInnen gefällt es mir sehr gut.

Living Forest (Pegasus Spiele)

Autor: Aske Christiansen
Mechaniken:
Spielidee 9 / 10
Qualität 8.5 / 10
Zugänglichkeit 9 / 10
Spielspaß 9 / 10
Preis/Leistung 8.5 / 10
8.8

Vorteile

  • sehr schöne Gestaltung
  • leichter Einstieg, aber taktisch interessant
  • toller Push your Luck Mechanismus
  • 3 verschiedene Siegbedingungen

Nachteile

  • Siegbedinungen nicht ganz ausgewogen
  • Übersicht leidet ein wenig im Spielverlauf
Interessantes Deckbau und und Tile Placement Familienspiel.

Was haltet ihr von Living Forest?
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