Räuber der Nordsee – Ersteindruck

Irgendwie haben es mir die Wikinger angetan. Zumindest bei Brettspielen finde ich es ein interessantes Thema (wie das kürzlich erst vorgestellte Im Namen Odins).

Deshalb habe ich nicht lange gezögert und bei der Vorbestellaktion für “Räuber der Nordsee” aus dem Schwerkraft Verlag mitgemacht.

Mittlerweile habe ich es bekommen und im Folgenden schildere ich euch meinen Ersteindruck von diesem Brettspiel.

Worum geht es in Räuber der Nordsee?

Räuber der NordseeWERBUNG

Die Wikinger in Filmen und Serien entsprechen nicht unbedingt der geschichtlichen Realität. Und das gilt sicher auch nicht für die meisten Spiele mit diesem Thema.

Doch es soll ja als Brettspiel Spaß machen und da sind Vereinfachungen und Zuspitzungen einfach notwendig. Deshalb sind die Wikinger in “Räuber der Nordsee” vor allem genau das. Hauptziel des Spiels ist es Häfen, Außenposten, Kloster und Festungen zu plündern.

Dafür muss man aber erstmal die Voraussetzungen schaffen. Deshalb ist der eine Teil des Spiels ein typisches Einsetzspiel mit einem Twist. Statt einfach seine Figuren auf bestimmte Aktionen zu setzen, setzt man eine Figur auf das Brett und nimmt eine andere dort stehende auf die Hand zurück. Beide Aktion führt man dann aus. Das ist eine nette Mechanik, die mir gut gefällt.

Man kann auf diese Weise z.B. in der Mühle Proviant bekommen oder im Torhaus 2 neue Karten vom Dorfbewohnerstapel ziehen.

Bevor ich es vergesse: Das Ziel des Spiel ist es den Häuptling (hieß der so bei den Wikingern?) zu beeindrucken. Das schafft man, indem man am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte hat. Siegpunkte sammelt man vor allem, indem man Plündungen durchführt und dem Anführer Darbringungen überreicht.

Bevor man aber plündern kann, muss man erstmal eine Mannschaft anheuern und genug Proviant sammeln. Dann kann man Orte überfallen und bekommt neben den dort erbeuteten Gütern eine neue Figur, die dann auch noch mehr Dinge im Dorf machen kann. Und je nachdem wie viel militärische Stärke man hat, bekommt man auch noch mehr oder weniger Siegpunkte.

Durch Walküren verliert man allerdings Besatzungsmitglieder und so ist man ständig dabei seine Mannschaft zu optimieren und die eigene Stärke zu verbessern, denn Außenposten sind schwerer zu überfallen als Häfen. Und Klöster und Festungen sind noch schwerer zu plündern.

Mit den erbeuteten Waren (die man teilweise auch später im Dorf bekommen kann) erwirbt man Darbringungen für den Häuptling.

So steigt dann nach und nach die Zahl der Siegpunkte und bei bestimmten Bedingungen endet das Spiel.

Spielmaterial

Das Spielmaterial in dieser etwas kleineren Box kann sich sehen lassen. Das schön gestaltete Spielbrett soll die Nordsee darstellen. Unten ist das Wikinger-Dorf und oben sind die Orte, die geplündert werden sollen.

Räuber der Nordsee: Das Spielbrett

Räuber der Nordsee: Das Spielbrett

Okay, eine maßstabgerechte Karte der Nordsee sieht sicher anders aus, aber ich finde es stimmig und es passt perfekt zum Spiel.

In der normalen Verkaufsversion gibt es Geldstücke aus Pappe. Ich habe als Vorbesteller zudem Geldmünzen aus Metall bekommen, die schick aussehen. Zudem gibt es Plättchen für Darbringungen und Proviant.

Räuber der Nordsee: Die Metallmünzen gibt es für 5 Euro mehr

Räuber der Nordsee: Die Metallmünzen gibt es für 5 Euro mehr

Neben 2 Würfeln gibt es zudem eine Menge kleine Holzfigürchen. Die stellen einerseits die Arbeiter dar (schwarz, grau und weiß) und andererseits die Waren, die erbeutet werden können. Das ist Gold, Eisen und Vieh. Nicht zu vergessen die schwarzen Walküren, die einerseits für den Tod von Besatzungsmitgliedern sorgen, aber auch Siegpunkte bringen.

Räuber der Nordsee: Es gibt reichlich Beute

Räuber der Nordsee: Es gibt reichlich Beute

Zudem gibt es 71 Dorfbewohnerkarten, die man in die eigene Mannschaft aufnehmen kann. Diese haben neben einer bestimmten militärischen Stärke einen dauerhaften Vorteil und einen Einmaleffekt. Hier muss man gut überlegen, wann man letzteren nutzen will.

Räuber der Nordsee: Die toll gezeichneten Dorfbewohner

Räuber der Nordsee: Die toll gezeichneten Dorfbewohner

Je drei Zählsteine pro Spieler (2-4) sind ebenfalls noch enthalten.

Ich finde das Spielmaterial sehr gut, wobei mir vor allem die tollen Zeichnungen der Dorfbewohner gefallen.

Mein erster Eindruck

Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut und es bereits Solo gespielt. Demnächst kommt es dann auch in größerer Runde auf den Tisch.

Es ist ein Spiel, bei dem man gut planen muss, aber das auch kein reines Euro-Game ist. Mir gefällt es soweit auf jeden Fall sehr gut.

Ganz aktuell wurden zwei Erweiterungen für “Räuber der Nordsee” angekündigt und es gibt in dieser Reihe (Nordsee-Saga) noch zwei andere Spiele, die hoffentlich ebenfalls auf deutsch erscheinen werden.

2 Kommentare

  1. verliert leider schnell seinen Reiz

  2. Tolles Setting. Habe das Spiel jetzt ca. 2 Monaten. Spielen es mit beiden Erweiterungen. Da gibt es genügend Abwechselung. Das Spiel kann man einfach auf den Tisch stellen. Ohne Erweiterungen hat man das Ganze in 15 min. erklärt. Pro Spieler muss man 30 – 40 min rechnen. Mit den Erweiterungen und 4 Spielern also 2+ h. Die Mechanik, Setzen und Nehmen eines Workers ist interessant und führt bei 3-4 Spielern des Öfteren zum Nachdenken. Man kann nicht immer das machen, was man sich vorgestellt hat, wenn ein anderer schneller war. Für uns ist es ein abwechslungsreiches Spiel mit hohem Wiederspielwert.

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