Auztralia – Brettspiel-Kickstarter mit Eisenbahnen und Cthulhu

Auztralia heißt ein aktueller Brettspiel-Kickstarter und auf diesen habe ich mich sehr gefreut. Die Mischung aus Worker Placement und Cthulhu-Thema fand ich spannend.

Nun ist Auztralien, wie der Titel in der deutschen Übersetzung lauten wird, noch rund drei Wochen auf Kickstarter unterstützbar und ich möchte euch dieses interessante Brettspiel im Folgenden genauer vorstellen.

Natürlich erfahrt ihr auch, ob ich bei diesem Crowdfunding dabei sein werde.

Auztralia

Martin Wallace kennt man als sehr erfolgreichen Brettspiel-Entwickler. Er ist für sehr viele Spiele verantwortlich, wie z.B. Age of Steam, London oder Via Nebula.

Nun ist der etablierte Designer auf Kickstarter unterwegs und bringt das Brettspiel Auztralia auf den Markt.

1-4 Spieler sind hier im namensgebenden Australien unterwegs. Allerdings nicht heute und auch nicht in unserer Welt. Es geht in eine alternative Welt der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Dort gilt es als Expedition Fuss zu fassen, einen Hafen anzulegen und das eigene Eisenbahn-Netz auszubauen. Es ist allerdings kein Eisenbahn-Brettspiel, sondern damit erkundet man einfach das Landesinnere und bewegt seine Einheiten weiter.

Workerplacement im Outback

Die erste spannende Sache ist, dass sich das Spiel in 2 Phasen aufteilt.

In der ersten Phase kommen wir dort an und erkunden das Land. Wir nutzen unsere Aktionen, um Schienen zu legen, Ressourcen zu sammeln, Farmen anzulegen und mehr.

Zudem können wir Personen anzuheuern, die spezielle Fähigkeiten haben und wir müssen auch militärische Einheiten rekrutieren.

Gerade letztere sind dann nämlich in der zweiten Phase wichtig, denn nach einer gewissen Zeit (unsere Aktionen verbrauchen Zeit auf der Zeitleiste) erwachen die Großen Alten und deren Monster und Verbündete erscheinen auf dem Spielfeld.

Die Großen Alten schlagen zurück

Für diese zweite Phase gilt es gut gerüstet zu sein, um gegen diese Gegner bestehen zu können. Davon gibt es 6 verschiedene Arten und es bringt natürlich Punkte, diese zu besiegen.

Die Großen Alten werden durch eigene Karten gesteuert, was sehr gut gemacht ist und dafür sorgt, dass man das Spiel auch allein spielen kann.

Übrigens gibt es auch schon beim Aufbau des Spielfeldes einen interessanten Mechanismus. Auf bestimmte Felder werden zufällig Verteilkarten gelegt, die angeben, wo Ressourcen und Gegner-Plättchen (allerdings noch umgedreht) auf dem betreffenden Feld und den Feldern ringsherum drauf kommen. In dieser Form habe ich das noch nicht gesehen.

Das Ende des Spiels tritt ein, wenn alle Spieler auf der Zeitleiste im Ziel sind. Übrigens ist hier immer der letzte auf der Zeitleiste am Zug, was ich auch toll finde. Das Ende des Spiels tritt aber auch ein, wenn ein Spieler seinen Hafen verloren hat.

Die Spieler machen durch verschiedene Sachen Punkte, aber auch die Großen Alten bekommen Punkte. Deshalb muss man hier semi-kooperativ versuchen sich gegen die anderen Spieler durchzusetzen, aber auch gemeinsam dafür sorgen, dass nicht die Großen Alten am Ende gewinnen.

Auztralia hat eine tolle Mischung

Die Vorfreude auf das Spiel war bei mir recht groß. Allerdings gab es einen leichten Dämpfer, als ich zum ersten mal das Spielmaterial gesehen habe. Das sieht auf den ersten Blick nicht so toll aus.

Schaut man genauer hin, sind die Details aber sehr schön und auch die Illustrationen gefallen mir wirklich. Es hat halt alles diesen Braunton, der sicher zu Australien passt.

Ich habe mir ebenfalls Videos und die Regeln angeschaut und bin nun wieder sehr heiß auf das Spiel. Es ist einfach eine sehr interessante Mischung aus Worker Placement und Kampf gegen den Cthulhu Mythos.

Zudem mag ich ja sehr diese Alternativwelt-Szenarien und das cthuloide Australien in den 30ern ist einfach erfrischend anders. Auf jeden Fall besser, als der hunderste mittelalterliche Eurogame-Aufguss.

Fazit

Auztralia - Brettspiel-Kickstarter mit Eisenbahnen und CthulhuIch bin sehr angetan von Auztralia und finde auch die Kickstarter-Kampagne sehr angenehm. Hier gibt es nicht unzählige Addons oder 5 verschiedenen Editionen.

Stattdessen gibt es nur ein Pledge-Level, aber das in unterschiedlichen Sprachversionen. Unter anderem wird das Spiel in deutsch über den Schwerkraft-Verlag erscheinen.

Auch bei den Stretch Goals ist alles etwas anders. Jeden Tag erscheint eine neue Challenge, die bis zum Ende der Kampagne erreicht werden muss, damit es diesen Bonus gibt. So wird es bei 150.000 (neuseeländischen?) Dollar eine weitere Karte von West Australien geben. Da die Kampagne aktuell bei rund 115.000 neuseeländischen Dollar steht und noch 19 Tage Zeit sind, wird das wohl klappen.

Dass das Spiel solo spielbar ist, ist für mich ein weiterer Pluspunkt.

Wer das Brettspiel ausprobieren möchte, kann das auf Tabletopia tun. Es gibt zudem die englischsprachigen Regeln als Download, was ja leider auch nicht bei jedem Kickstarter der Fall ist.

Ich bin bei Auztralia auf jeden Fall dabei. Ob ich die englische oder deutsche Version nehme, weiß ich noch nicht so ganz. Die Übersetzung sollte beim Schwerkraft-Verlag zumindest ordentlich werden. Warum aber wurde das Spiel in Auztralien umbenannt. Aber gut, das ist nicht wirklich wichtig für das Spiel, sondern nur eine Geschmackssache.

Ich bin hier für 69 Neuseeländische Dollar (rund 41 Euro) plus ca. 10 Euro Versand dabei.

Wie sieht es bei euch aus? Spricht euch die Mischung der Mechaniken an? Was sagt ihr zum Setting?

3 Kommentare

  1. Auf jeden Fall. Mochte schon Study in Emerald mit seiner eigenen Atmosphäre. Bin ebenfalls sehr gespannt.

  2. Nicht so wirklich reizend. Zumindest als KS Kampagne.
    KS Pledge plus Versand ist ca, angepeilter Retailpreis. Da kann man besser darauf warten, ob sich das Spiel spielerisch lohnt. Exclusives gibt es ja auch nicht. (Auch wenn das Vorgehen lobenswert ist.
    Zudem: Besiegt man in Phase 2 wirklich haufenweise die Großen Alten? Das ist doch nichts was ein Cthulhu-Spieler möchte.

    • Peer

      11. März 2018 at 12:48

      Naja, tendenziell eher die Monster und Verbüdeten der Großen Alten, was sicher passender ist, als gegen Cthulhu selbst anzutreten.

      Was den Preis angeht, so kann man das kritisch sehen. Da kann ich nachvollziehen, dass man auf die normale Retail-Variante wartet. Dennoch mache ich hier mit.

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