In Endeavor: Age of Sail tauchen wir in die Zeit der großen Segelschiffe ein und erschließen die Weltmeere. Wer das größte Imperium aufbaut, geht am Ende als Sieger hervor.

Im Folgenden stelle ich die aktuelle Kickstarter-Kampagne vor und gehe auf Einzelheiten genauer ein. Zudem erfahrt ihr, wie sich das Brettspiel spielt.

Und natürlich beantworte ich auch die Frage, ob ich hier mit dabei bin.

Endeavor: Age of Sail

Bei Endeavor: Age of Sail handelt es sich um einen neuen Brettspiel-Kickstarter, der gerade läuft.

Wie schon erwähnt, versuchen die Spieler mit ihrer jeweiligen Seefahrer-Nation die Weltmeere zu erobern und dabei möglichst viel Ruhm (also Siegpunkte) zu sammeln.

Bevor ich zu den Details komme, muss ich aber gleich mal sagen, dass ich das ein tolles Thema finde. In diesem Video könnt ihr euch einen ersten Eindruck verschaffen.

Ich mag das Thema sehr. Dass hier der Handel, der Aufbau von Einfluss in aller Welt, Entwicklung und Auseindersetzung zusammenkommen, passt sehr schön.

Altgewährtes Gameplay

Das Brettspiel gab es schon mal 2009. Auch damals kam es gut an, was eine Bewertung von 7,5 auf BGG belegt. An dem grundlegenden Spielprinzip hat sich auch nichts geändert.

Man hat ein Spieler-Tableau, auf dem die vier Attribute für die eigene Nation angezeigt werden. Das sind Wirtschaft, Kultur, Vermögen und Einfluss. Diese Werte haben dann wiederum Auswirkungen auf die Aktionen, die man einer Runde durchführt.

Bevor ich dazu komme, aber noch ein Wort zum Spieler-Tableau. Das ist schön gemacht und es gibt sogar 3D Marker dafür.

Allerdings finde ich es doch sehr groß geraten. Wenn ich mir überlege, dass die große Karte und 5 solcher großen Tableaus auf dem Spieltisch Platz finden sollen (nebst einigen anderen Spielmaterialien), dann wird es wohl schon sehr eng.

In jeder der 7 Runden machen wir bestimmte Dinge, So bauen wir Gebäude, bekommen neue Bevölkerung, kaufen uns Arbeiter und führen Aktionen durch. Dabei spielen Karten eine wichtige Rolle.

Und so können wir über die Meere segeln, Städte und Regionen in Beschlag nehmen, und auch Kämpfe gegen andere Spieler führen. Es geht darum, Einfluss in den Regionen zu bekommen.

Folgende Spielmechanismen spielen dabei eine Rolle: Area Control, Ressourcen sammeln, Aktionen auspielen und Engine Building.

Nach 7 Runden ist das Spiel vorbei und es werden die Siegpunkte zusammengezählt.

Neue Optik

Schon damals sah das Brettspiel nicht schlecht aus, aber für die neue Auflage wurde die Optik nochmal komplett überarbeitet. Und nun sieht es hervorragend aus, wie ich finde.

Schon das Box-Cover allein ist wunderschön gelungen. Die Weltkarte zeigt die Kontinente/Regionen, die bereist werden können. Das mag auf den ersten Blick etwas komisch aussehen, wie zusammengenäht, aber so gibt es weniger Wasser und dafür mehr Platz in den Regionen. Das ist gut gelöst, denn es verbessert die spielerischen Möglichkeiten.

Aber auch die sonstigen Grafiken sind sehr schön geworden, wie z.B. auf den Gebäude-Karten.

Allein dafür hat sich die Überarbeitung des Brettspiels schon gelohnt, aber dabei ist es nicht geblieben.

Neuerungen

Auch wenn die grundlegenden Mechanismen gleich geblieben sind, so wurde doch einiges überarbeitet und erweitert. Auf die neue Grafik bin ich schon eingegangen.

In der ersten Version konnten 3 bis 5 Spieler mitmachen. Nun gibt es auch eine offizielle 2-Spieler-Variante. Das Spielbrett hat nun 2 Seiten, die den unterschiedlichen Spielerzahlen entspricht.

Neu sind auch die sogenannten Exploits:

Das ist ein etwas komischer Name, aber das sind Sonderregeln oder neue Events, die bestimmte Dinge im Spiel verändern oder zusätzliche Ziele bieten. Diese kommen nach bestimmten Regeln ins Spiel und können genutzt werden.

Mal abgesehen davon, dass diese viel Thema ins Spiel bringen, lockern sie zudem den normalen Spielfluss auf und sorgen für Abwechslung.

Zudem wurden viele weitere Details am Spiel optimiert.

Was kostet Endeavor: Age of Sail?

Der Captain Pledge kostet 68 CA$ (rund 44 €) und beinhaltet das Basis-Spiel samt Stretch Gaols.

Der Commodore Pledge ist mit 80 CA$ (rund 52 €) ein wenig teurer, bringt aber ein Spielertableau mit Vertiefungen und
Statustracker in 3D mit.

Sehr schön finde ich dabei, dass es keine spielrelevanten Dinge sind. Also z.B. keine Erweiterungen, wie bei vielen anderen Kickstartern.

Es kommen noch ca. 8 Euro Versand nach Deutschland hinzu, was aber auch okay ist.

Wer das Spiel interessant findet, aber weniger Geld ausgeben will, bekommt für ca. 7 Euro ein hochwertiges Print and Play, mit dem man sich das Spiel dann selber basteln kann.

Stretchgoals

Es wurden bereits einige Stretch Goals erreicht. So gibt es z.B. einen Scoring-Block, einen Startplayer Marker als 3D Krone und ein kleines Piratenschiff in 3D dazu.

Noch interessanter sind die weiteren Exploits, die das Spiel noch abwechslungsreicher machen und neue Mechaniken ins Spiel bringen.

Da schon mehr als das doppelte der Ausgangssumme kurz nach dem Start erreicht wurde, kommen sicher noch einige Stretchgoals dazu.

Lohnt es sich?

Die Finanzierung von Endeavor: Age of Sail ist gesichert und es scheint eine sehr erfolgreiche Kampagne zu werden.

Ich muss sagen, dass mir das Brettspiel sehr gut gefällt und das aus mehreren Gründen.

Das Thema kommt sehr gut rüber und die Grafik ist toll. Ich habe richtige Lust die Welt zu „erobern“. Das Spielprinzip klingt spannend, denn im Grunde ist es fast schon ein 4X Spiel mit viel Abwechslung.

Zudem ist der Preis angemessen, wie ich finde. Insgesamt 60 Euro für so viel Material, damit kann ich leben. Und ich finde es sehr sympathisch, dass es hier keine 27 Pledge Stufen gibt und auch keine unzähligen Addons, mit denen viele andere Kampagnen die Backer ausquetschen wollen.

Ich bin auf jeden Fall dabei und freue mich schon sehr darauf. Die Auslieferung ist für September 2018 geplant. Mal schauen, ob das klappt. In diesem Jahr sollte es aber auf jeden Fall noch soweit sein.