Thunderstone hatte ich schon länger auf dem Schirm, da es gerade im englischsprachigen Raum doch immer wieder zu hören war, wenn es um Deckbuilder ging.

Nun ist heute mit Thunderstone Quest der neueste Ableger auf Kickstarter live gegangen und ich schaue mir das Spiel etwas genauer an.

Thunderstone Quest

Mit Thunderstone Quest wagt AEG einen Neuanfang.

Bisher waren alle Thunderstone Spiele miteinander kompatibel, sogar Thunderstone Advance Numenera, welches ich mir vor kurzem zugelegt habe, kann mit den anderen Ausgaben kombiniert werden.

Bei Thunderstone handelt es sich um ein Deckbauspiel, welches 2009 zum ersten mal erschienen ist. Während zu Beginn alle Spieler die selben Karten haben, baut man im Verlauf des Spiels ein eigenes Kartendeck auf.

Damit kämpft man sich durch Dungeons oder andere eher abtrackte Gebiete und kämpft dort gegen Monster. Ziel sind sogenannte Donnersteine, die man bekommt, wenn man alle Monster besiegt hat.

Dabei spielt man nicht gegeneinander, sondern kämpft gemeinsam gegen die Monster. Wer am Ende aber die meisten Siegpunkte hat, z.B. eben durch das Besiegen von Monstern, gewinnt.

Thunderstone Quest hat einige Änderungen des Spielprinzips erfahren und ist dadurch leider nicht mehr mit den bisherigen Ausgaben kompatibel. Man kann also alle bisherigen Karten nicht mehr nutzen.

Das liegt einfach daran, dass sehr viele neue Spielelemente eingeführt werden, aber vor allem auch das Spiel selbst stark verändert wurde.

Eine der wesentlichsten Änderungen ist sicher die stärkere Quest-Fokussierung, die ja schon im Namen deutlich wird. Gespielt wird allerdings weiterhin auf einem festen Spielbrett mit Dorf und Dungeon. Zudem gibt es noch ein kleineres Wildnis-Spielbrett.

Mehr Einblicke in das neue Thunderstone gibt es in diesem Video.

Ein weiterer Unterschied, der sofort auffällt, ist, dass das Spiel nun für 2-4 Spieler ist. Die alten Thunderstones waren auch Solo möglich.

Generell sieht das Spiel sehr interessant aus und die Illustrationen gefallen mir sehr gut.

Der Quest-Mechanismus erinnert ein wenig an LCGs, zu denen immer wieder neue Abenteuer-Erweiterungen erscheinen. Ich bin gespannt, ob dies hier auch geplant ist. Das ist spannend und bietet Abwechslung, ist aber auch ein Geldgrab.

In der Kickstarter-Kampagne kann man auf jeden Fall schon mal bis zu 3 Quest-Packs mit jeweils 243 Karten und 6 neuen Plättchen dazu bekommen. Das riecht nach einen einem lukrativen Geschäftsmodell.

Was bekommt man auf Kickstarter?

Es gibt 2 Pledge-Stufen.

Für 60 Dollar (plus 10 Dollar Versand nach Deutschland) bekommt man das Grundspiel mit 137 Grundkarten, 4 Figuren, 2 Spielplänen, 140 Plättchen, Würfeln und dem ersten Quest-Deck mit 243 Karten.

Für 100 Dollar plus Versand gibt es das alles plus 2 weitere Quest-Decks und einer anderen Box.

Zudem gibt es bisher 4 freigeschaltete Stretch-Goals und das fünfte wird wohl bald folgen.

Ich finde das Spiel aber insgesamt zu teuer. 60 Dollar für ein Spiel mit knapp 400 Karten und sonst kaum etwas finde ich ehrlich gesagt 20 Dollar zu teuer.

Und dass jedes der Quest-Decksn nochmal 20 Dollar kosten soll, bestätigt meine Befürchtung bezüglich des neuen Geschäftsmodells.

Werde ich es unterstützen?

Nein das werde ich nicht. Auch wenn mir einige Sachen sehr gut gefallen, schreckt mich der hohe englischsprachige Textanteil auf den Karten, der “Kaufe neue Quests”-Mechanismus und die hohen Kosten ab.

Die Chancen stehen sicher nicht schlecht, dass es davon auch mal eine deutsche Version im normalen Handel geben wird. Dann schaue ich es mir sicher nochmal genauer an.

Werdet ihr bei Thunderstone Quest zuschlagen?