World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Spiel des Monats JanuarWerbung/Bild:Amazon

Im neuen Pandemic-Ableger World of Warcraft: Wrath of the Lich King geht es, wenig überraschend in die Welt des Online-Rollenspiels World of Warcraft.

Der Lich King herrscht in Nordend und wir müssen gemeinsam gegen Ghule, Monstrositäten und verschiedene Instanzen-Bosse kämpfen, um am Ende gegen den Lich King erfolgreich anzutreten.

Wie mir das neueste kooperative Spiel in der Pandemic-Serie gefällt und warum es mein Spiel des Monats geworden ist, erfahrt ihr im Folgenden.

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Worum geht es in World of Warcraft: Wrath of the Lich King?

World of Warcraft: Wrath of the Lich King basiert auf dem Pandemic-System und ist ein weiterer Teil dieser Ableger-Serie.

Wir versuchen hier wieder gemeinsam erfolgreich zu sein und kooperativ den Lich King zu besiegen.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King

(Z-Man Games)
Ein weiterer Pandemic Ableger führt uns diesmal nach Azeroth, wo wir mit unseren Helden zwischen Festungen, Tempeln und Schlachtfeldern unterwegs sind. Wir müssen die Ghule des Lichkönigs zurückschlagen und Quests erfüllen.
Autoren: Justin Kemppainen, Todd Michlitsch, Alexandar Ortloff, Michael Sanfilippo
Grafiker: Atha Kanaani
1 - 5
Spieler
ab 14
Jahren
45 - 60
Minuten
7.6 von 10
BGG Bewertung
Pos. 1304
auf BGG
Cooles Thema, tolle Ausstattung und eine kreative Herangehensweise, wie man hier die Pandemic-Mechanik umgesetzt hat.
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World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Spiel des Monats JanuarWerbung/Bild:Amazon



 
21

(Like)
2021

Wrath of the Lich King war die zweite Erweiterung von World of Warcraft und erschien bereits 2008. Darin geht es in die Region Nordend, wo in der Eiskronenzitadelle der namensgebende Lich King zu finden ist.

Deshalb geht es diesmal nicht um Krankheiten, sondern überall in Nordend tauchen Ghule auf. Wie man es von Pandemic kennt, passieren schlechte Dinge, wenn der vierte Guhl an einem Ort auftauchen würde. Statt einer Ausbreitung auf die Nachbarfelder taucht hier allerdings eine Monstrosität auf, die mehr Lebenspunkte hat und sich jede Runde auf die Helden zubewegt. Durch diese sogenannte Monsterflut steigt zudem der Verderbensmarker, was eine Möglichkeit ist zu verlieren.

Mehrmals in einer Partie wird eine Sonderkarte („Die Geisel erhebt sich“) gezogen, die den Lich King in eine andere Region versetzt (macht dort immer Zusatzschaden) und Ghule sowie eine Monstrosität spawned. Das kann ganz schon Druck machen.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Spielbrett

Helden und Instanzen

Die Spielerinnen und Spieler steuern jeweils einen bekannten WoW Helden (bzw. im Solo Spiel steuern wir 3 Helden). Das sind Muradin Bronzebart, Sylvanas Windläufer, Thrall und 4 weitere. Diese haben jeweils 2 Spezialfähigkeiten (passiv dauerhaft oder einmal pro Zug).

Wieder können wir in unserem Zug 4 Aktionen ausführen: bewegen, ausruhen, kämpfen oder questen (fast alles mit 2 Würfeln). Zudem gibt es freie Aktionen, die wir mit Hilfe von Heldenkarten-Handkarten nutzen.

Es gibt 3 Instanzen/Quests auf dem Spielplan, die wir mit Hilfe von Würfel-Erfolgen und passenden Handkarten abschließen müssen. Dabei machen die einzelnen Instanzen bzw. die darin lauernden Bosse jeweils andere Effekte und Schaden. Haben wir eine Instanz erledigt, bekommen wir eine starke Belohnungs-Karte, die echt wichtig sein kann im weiteren Spielverlauf.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Instanz Quest

Wenn alle 3 Quests abgeschlossen wurden, öffnet sich die Eiskronenzitadelle und diese letzte Instanz mit dem Lich King müssen wir dann ebenfalls bestehen, um zu gewinnen.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Endkampf

Solo Let’s Play

Ich habe ein Solo Let’s Play in zwei Teilen für World of Warcraft: Wrath of the Lich King aufgenommen, in dem ihr sehr gut das Spielprinzip sehen könnt.

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Warum ist World of Warcraft: Wrath of the Lich King mein Spiel des Monats?

Fangen wir mit dem Thema an, dass mir deutlich besser gefällt, als Krankheiten. Ich habe früher selbst World of Warcraft gespielt und fand die Welt schon immer faszinierend.

In World of Warcraft: Wrath of the Lich King wurde viel Wert auf die Ausstattung und Gestaltung gelegt. Die Miniaturen sind sehr schön und stimmungsvoll, auch wenn sie nicht auf CMON Niveau sind. Aber das ist so viel besser, als die normalen Pöppel, die sonst dabei bei den Pandemic-Spielen sind.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Heldin

Die Handkarten besitzen alle individuelle Illustrationen und auch das Spielbrett sieht sehr gut aus, inkl. der Eiskronenzitadelle aus Pappe, die allerdings ein wenig des Spielbretts verdeckt, aber das geht schon. Das Spiel sieht einfach toll aus.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Karten

Mechanisch sehr interessant

Spielerisch funktioniert das bewährte Pandemic-Prinzip trotz der Abwandlungen ebenfalls sehr gut. Es gibt mehr Abwechslung, da die Quests immer andere sind. Diese mögen einfach gehalten sein, aber wenn man genau hinschaut, dann sind die Symbole darauf sinnvoll, denn man kämpft, bewegt sich, verteidigt sich etc..

Die Heldenfähigkeiten sind sehr unterschiedlich und muss man diese clever einsetzen. Zudem basieren die Fähigkeiten auf den Charakteren im Spiel, was für Fans wichtig ist.

Toll ist das Abwägen zwischen Spielbrettkontrolle und Quests. Hier muss man immer wieder überlegen, ob man lieber Ghule und Monstrositäten beseitigt oder questet. Das sind spannende Entscheidungen und oft war es am Ende des Spiels Spitz auf Knopf. Das Pandemic-System sorgt ja dafür, dass sich das Spielgeschehen auf bestimmte Orte/Bereiche konzentriert und da mehr passiert, als woanders. Das ist wirklich eine geniale Sache, die auch hier sehr gut funktioniert und jede Partie anders macht.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Brettspiel

Der Spielverlauf kann allerdings ein wenig swingy sein, wenn zwei „Die Geisel erhebt sich“ Karten kurz hintereinander kommen. Dann hat man schnell viele Monstrositäten auf dem Spielbrett und der Verderbensmarker wandert vorwärts. Darauf muss man immer vorbereitet sein.

Sehr gut finde ich, dass es 4 Schwierigkeitsstufen gibt, bei denen man zwischen 5 und 8 „Die Geisel erhebt sich“ Karten ins Deck mischt. Das ist dann schon eine sehr große Herausforderung. Ich habe schon bei den niedrigen Schwierigkeitsgraden nicht immer gewonnen und wenn, dann war es knapp.

Einsteigerfreundlich

World of Warcraft: Wrath of the Lich King ist recht leicht zu lernen, man kommt gut rein. Bei ein paar Fähigkeiten der Helden muss man zu Beginn immer mal wieder nachschauen, bis sie sitzen.

Die Usability des Brettspiels ist sehr gut. Kleine Bilder der Helden-Minis auf den Tableaus helfen dabei diese eindeutig zuzuordnen. Die Geißelkarten enthalten nicht nur den Namen des Orts, wo der Ghul spawned, sondern auch ein Minimap. Da findet man alles sehr schnell.

Nur der Aufbau dauert ein wenig durch das Erstellen des Heldenkarten-Nachzugstapels. Aber auch das geht nach ein paar Partien sehr gut.

Im Regelheft wurde die Übersetzung der „Die Geisel erhebt sich“ Karten-Regel etwas verändert, so dass ich sie nicht so eindeutig finde, wie in den englischen Regeln. Aber auch das ist nichts dramatisches.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King funktioniert zudem solo sehr gut, da man zwar mit 3 Helden spielt, aber nur eine gemeinsame Kartenhand hat. Das ist sehr einfach und bequem.

Ganz besonders gefallen mir die Emotionen, die beim Spielen hochkommen. Gerade zum Ende hin kommt es auf jeden Zug an und Gewinnen fühlt sich hier sehr gut an.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King - Heldentableau

Spiel des Monats – Checkliste

EinstiegshürdeGering, denn das Spielprinzip ist einfach und gemeinsam ist man sehr schnell drin.
AnspruchMechanisch ist es einsteigerfreundlich, aber einfach zu gewinnen ist es nicht, gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden.
BesonderheitenEndlich mal eine schöne Ausstattung mit hübschen Minis. Die Quest sind was besonderes, genauso wie die individuellen Fähigkeiten der Helden.
QualitätFür ein Pandemic-Spiel sehr gut ausgestattet und eine hohe Qualität. Nur der Anzeigemarker für die Gesundheit wirkt ein wenig billig.
WiederspielwertDurch jeweils 3 verschiedene Quests in den 3 Regionen, 10 verschiedene Belohnungskarten und 7 Helden, wird einiges an Abwechslung geboten.
SpielzeitDie Spielzeit liegt bei etwas mehr als einer Stunde und ist damit sehr angenehm.

Fazit – World of Warcraft: Wrath of the Lich King

Abenteuer Brettspiele Empfehlung Thematisches SpielAlles in allem macht mir World of Warcraft: Wrath of the Lich King sehr viel Spaß und ist aktuell wohl mein liebstes Pandemic-Spiel. Es ist einfach eine sehr gute Mischung aus Mechanik und Thema.

Zudem bietet es viel Potential für Erweiterungen mit neuen Instanzen, evtl. mehrere Phasen der Boss-Gegner, neue Regionen, neue Gegner und neue Helden. Ich hoffe sehr, dass da noch was kommt.

Unter dem Strich ist es mein Spiel des Monats Januar und eine dicke Empfehlung für Fans kooperativer Brettspiele.

World of Warcraft: Wrath of the Lich King (Z-Man Games)

Autor: Justin Kemppainen, Todd Michlitsch, Alexandar Ortloff, Michael Sanfilippo
Mechaniken: Aktions Auswahl, Area Control, Hand Management, Kooperativ, Point to Point Movement
Spielidee 8.5 / 10
Qualität 9.5 / 10
Zugänglichkeit 9.5 / 10
Spielspaß 9.5 / 10
Preis/Leistung 8.5 / 10
9.1

Vorteile

  • tolle thematische Umsetzung
  • sehr schöne Ausstattung
  • einsteigerfreundlich, aber herausfordernd
  • abwechslungsreich
  • sehr guter Solo-Modus

Nachteile

  • nicht ganz günstig
  • Vorbereitung des Kartenstapels dauert etwas
Cooles Thema, tolle Ausstattung und eine kreative Herangehensweise, wie man hier die Pandemic-Mechanik umgesetzt hat.