Warhammer 40K – Einstieg in die 9. Edition

Es ist passiert. Ich bin nach vielen Jahren wieder dem Warhammer-Virus verfallen. Doch diesmal ist es nicht Warhammer Fantasy (das es ja auch nicht mehr gibt und durch Age of Sigmar ersetzt wurde), sondern Warhammer 40K in der 9.Edition.

Schon lange finde ich die Warhammer 40.000 Welt spannend und nun habe ich mich endlich dazu durchringen können einzusteigen und mir eine Starterbox zu kaufen. Und nicht nur das. :-)

In diesem Artikel schildere ich meinen Einstieg in 40K, stelle die Starter-Boxen vor, die es für die 9.Edition gibt, und gebe einen genaueren Einblick in die Befehlshaber-Edition, die ich mir gekauft habe.

Was ist ein Tabletop-Spiel?

Zuerst werden sich sicher viele von euch die Frage stellen: Was ist ein Tabletop-Spiel?

Es handelt sich um Strategie- und Taktik-Spiele mit Miniaturen aus Kunststoff (früher noch Metall), die nach relativ komplexen Regeln gegeneinander in den Kampf ziehen. Anders als bei Brettspielen gibt es auf dem Spielfeld allerdings keine festen Felder, sondern Bewegungen werden mit dem Maßband ausgemessen und Angriffe (und andere Aktionen) meist über Würfelwürfe entschieden. In der Regel treten 2 Spieler mit ihren Armeen gegeneinander an.

Strategisches Planen, unter anderem durch die Zusammenstellung der eigenen Armee aus vielen verschiedenen Einheiten-Typen, macht einen wichtigen Teil des Tabletop-Hobbys aus. Während einer Partie müssen viele taktische Entscheidung getroffen werden und natürlich braucht man auch das notwendig Quentchen Glück, um zu gewinnen.

Was ist Warhammer 40K?

Warhammer 40K (die englische Abkürzung für Warhammer 40.000) ist ein Tabletop-Spiel von Games Workshop, welches es bereits 1987 in der ersten Edition erschienen ist.

Hier geht es in die ferne Zukunft. Im 41. Jahrhundert hat sich die Menschheit über Millionen Planeten ausgebreitet, kämpft aber an allen Fronten gegen Aliens (Xenos) und Chaos-Armeen. Es handelt sich also um eine Dystopie.

Die Menschen haben vor allem ihre gezüchteten Super-Soldaten, die Space Marines, die in vorderster Front kämpfen. Aber auch andere Armeen des Imperiums kann man spielen.

Warhammer 40 Primaris Space Marines

Auf der anderen Seiten gibt es die “bösen” nicht menschlichen Völker und zudem noch die Chaos-Götter, die mit korrumpierten Menschen, Dämonen und so weiter in die Schlacht ziehen. Einen gewissen Fantasy-Einschlag kann man sicher nicht verleugnen.

Das Spiel selbst besteht dann aus einzelnen Gefechten zwischen 2 Fraktionen, wobei hier jede Fraktion gegen jede antreten kann.

Es gibt an sich 3 Spielmodi: Freies Spiel, Ausgewogenes Spiel und Erzählerisches Spiel. Die Regeln für das Ausgewogene Spiel sind umfangreich und werden immer wieder durch Updates angepasst. Das ist für die kompetitive Szene wichtig. Es gibt in Deutschland und weltweit Ligen, Tuniere und Meisterschaften.

Aber natürlich ist Warhammer 40K auch für den “Breitensport”, also viele Hobby-Spieler, die einfach Spaß haben, ein tolles Tabletop. Im Freien Spiel sind die Regeln recht offen, während wir im Erzählerischen Spiel mit unserer Armee eine Art Kreuzzug führen, bei dem wir in jeder Schlacht Erfahrung gewinnen, Fähigkeiten bekommen und mehr.

Ich mag vor allem das Erzählerische Spiel, da hier die Geschichte und Lore des Warhammer 40K Universums am besten zum Tragen kommen.

Tabletop hier im Blog?

Auch wenn Tabletop-Spiele, wie eben Warhammer 40K, einige deutliche Unterschiede zu Brettspielen haben, so gibt es auch Überschneidungen. Dennoch fragt sich sicher die eine oder andere, warum es nun auch Tabletop hier im Blog gibt.

Tabletop ist natürlich etwas anderes, aber auch nicht so weit von Brettspielen entfernt. Es gibt auch hier viele Regeln (wie bei Expertenspielen oder Wargames). Statt fester Felder gibt es zwar eine freie Bewegung, und statt Meeples gibt es Miniaturen, aber auch da gibt es Überschneidungen.

Brettspiele und Tabletop-Spiele haben vor allem den Spaß gemeinsam. Man verbringt eine tolle Zeit mit einem Mitspieler oder einer Mitspielerin und erlebt eine tolle Zeit.

Die strategische und taktische Planung ist in beiden Spielarten ebenfalls wichtig und am Ende geht es ums Gewinnen.

Einen großen Vorteil gibt es bei Warhammer 40K aber gegenüber den meisten Brettspielen. Die Lore, also der Hintergrund des Warhammer 40.000 Universums ist so tief und umfangreich, wie bei keinem Brettspiel. Mal abgesehen von den vielen Regelbüchern (jeweils für eine Fraktion bzw. Unterfraktion) gibt es hunderte Bücher rund um Warhammer 40K.

Zudem besteht das Tabletop-Hobby aus mehr als nur Spielen. Dazu gehört auch das Basteln der Miniaturen und das Anmalen derselben. Das mag nicht für jeden was sein und auch ich habe lange nichts vom Anmalen gehalten, aber mittlerweile macht es mir viel Spaß.

Warhammer 40K – Einstieg in die 9. Edition

Mein Einstieg in die 9.Edition von Warhammer 40K

Mitten im Corona-Sommer 2020 ist die 9.Edition von Warhammer 40K erschienen. Dabei veröffentlicht Games Workshop auch alles auf deutsch, was eine tolle Sache ist.

Bei Tabletop-Spielen ist es nicht ungewöhnlich, dass starke Regelüberarbeitungen erscheinen. Und nach einigen Jahren ist dann mal wieder eine neue Edition fällig. Dabei können aber normalerweise die meisten Miniaturen weiter genutzt werden.

Die 9.Edition von 40K war für mich ein guter Zeitpunkt einzusteigen, denn so gibt es nicht nur neue Regeln, sondern auch neue Starterboxen und einiges mehr.

Einstieg ins Hobby mit den Starter Boxen

Es gibt in Warhammer 40K gut ein Dutzend Fraktionen und diese unterteilen sich teilweise noch in Subfraktionen. Hunderte, wenn nicht sogar tausende Miniaturen sind mittlerweile erschienen, so dass es für Einsteiger etwas einschüchternd ist.

Wo soll man bei Warhammer 40K nur anfangen?

Das weiß natürlich auch Games Workshop und so gibt es bei jeder neuen Edition, die so ca. alle 4-5 Jahre erscheint, sogenannte Starter Boxen. Diese Starter Boxen sind für Einsteiger gedacht, die mit dem Tabletop-Hobby anfangen wollen und enthalten kleine Start-Armeen von 2 Fraktionen aus der Warhammer 40K Welt. Bei jeder Edition ist das aber eine andere Kombination aus Völkern, wobei die Space Marines eigentlich fast immer dabei sind.

In der Starter Box der 9.Edition sind die außerirdischen Necrons, coole Maschinenwesen, und die Space Marines dabei.

Warhammer 40K – Necrons aus der Starter Box

Allerdings gibt es nicht nur eine, sondern 3 verschiedene Starter Boxen, die unterschiedlich umfangreich und natürlich auch preislich unterschiedlich angesiedelt sind.

Warhammer 40.000: Rekruten-EditionWERBUNG

So gibt es die Warhammer 40.000: Rekruten-Edition, welches die kleinste Starter Box ist und insgesamt 20 Miniaturen enthält.

Diese sind übrigens mittlerweile leichter zusammenzubauen, und man braucht nicht zwingend Kleber. Aber ich nutze diesen dennoch.

Zudem sind in dieser Starterbox auch eine Spielmatte aus Papier, ein kleines Einsteiger-Handbuch, Messstäbe und Würfel enthalten.


Warhammer 40.000: Elite-EditionWERBUNG

Die Warhammer 40.000: Elite-Edition bietet einfach mehr Miniaturen. Hier sind insgesamt 27 davon drin.

Dadurch ist die Box natürlich teurer, aber man spart immer noch einiges gegenüber den Einzelpreisen.


Warhammer 40.000: Befehlshaber-EditionWERBUNG

Das größte Start-Set ist die Warhammer 40.000: Befehlshaber-Edition, welche neben den 27 Minis auch ein Papp-Spielbrett und Kunststoff-Gelände mitbringt.

Zudem ist hier ein umfangreicheres Einsteiger-Handbuch drin, mit dem man die ersten Schritte machen kann.

Und auch ein handliches A5 Softcover-Regelbuch liegt hier bei, das einfacher und bequemer während einer Partie genutzt werden kann, als das dicke Hardcover-Regelbuch.

Mit welcher Starter Box sollte man loslegen?

Ich stehe bei diesem Hobby natürlich noch selbst am Anfang. Wer aber nur erstmal reinschnuppern möchte, kann das recht günstig mit der kleisten Starter Box tun. Später kann man seine Armee immer noch erweitern.

Ich habe aber gleich mal mit der Befehlshaber-Edition losgelegt, weil man hier schon einige Miniaturen bekommt und auch noch richtiges Gelände. Zudem ist hier ein A5 Regelbuch drin, allerdings ohne den Fluff (also die Hintergrundgeschichte von Warhammer 40.000).

Warhammer 40.000 Indomitus BoxWERBUNG

Es gibt für die 9.Edition übrigens auch die Indomitus-Box, welche nochmal etwas teurer ist, aber insgesamt 61 Figuren der Space Marines und der Necrons enthält.

Zudem ist hier das komplette Regelbuch mit 368 Seiten dabei (die Grundregeln sind aber nur 26 Seiten, die es hier auch als kostenlosen Download gibt.).

Allerdings ist die Indomitus-Box nicht für Einsteiger in das Hobby gedacht, denn hier liegen z.B. keine Würfel bei und es gibt auch keine Anleitung für Einsteiger, wie das bei den Starter-Boxen der Fall ist.

Dennoch habe ich mir auch diese gleich mal gekauft, denn man spart schon einiges, wenn man sich anschaut, was die enthaltenen Miniaturen einzeln kosten.

Was gibt es noch für den Einstieg Warhammer 40K?

Man kann also mit einer Starter Box loslegen, aber es gibt natürlich noch viel mehr.

Das Regelbuch gibt es auch allein zu kaufen und enthält neben weiteren Regeln, Missionen und anderen Dinge auch massig Fluff. Hier lernt man alles über die Welt von 40K. Auch die Kreuzzug-Regeln für das Erzählerische Spiel sind hier enthalten.

Zudem gibt es einzelne Codexe zu kaufen. Das sind Zusatzregelbücher für die verschiedenen Fraktionen und Unterfraktionen, die mehr Hintergrundgeschichte, aber auch zusätzliche Fähigkeiten, Einheiten und Möglichkeiten bieten. Nach dem Start der 9.Edition sind schon einige davon erschienen und jeden Monat kommen weitere.

Es gibt aber natürlich auch viele verschiedene Miniaturen-Sets, die von einzelnen Anführen, über Fahrzeuge, bis hin zu kompletten kleinen Armeen reichen.

Zudem gibt es unzählige Farben zum Anmalen der Miniaturen (von hauseigenen Anbieter Citadel oder anderen Firmen) und einiges Zubehör mehr.

In Zukunft werde ich hier sicher das eine oder andere davon genauer vorstellen.

Was erwarte ich mir von Warhammer 40K?

Ich bin mir relativ sicher, dass ich nie kompetitiv spielen werde. Dafür habe ich keine Zeit.

Stattdessen geht es mir vor allem um den Spaß und die Geschichten in dieser Welt. Deshalb werde ich mich vor allem auf den Kreuzzug-Modus konzentrieren. Hier spielt man eine Reihe von thematischen Missionen, zwischen denen die Einheiten sozusagen aufleveln, bessere Fähigkeiten erhalten, neue Einheiten hinzukommen und so weiter.

Aber auch das Basteln und Bemalen der Miniaturen macht mir großen Spaß. Ich habe schon ein paar Bastelabende hinter mir, bei denen man übrigens sehr gut Brettspiel-Streams schauen kann. :-) Wahrscheinlich werde ich in Zukunft auch Miniaturen von Brettspielen anmalen, aber das ist ein anderes Thema.

Insgesamt ist das Tabletop-Hobby für mich einfach ein toller Gegenpart zu den thematisch eher trockenen Eurogames, die ich ja meistens spiele. Die ersten kleineren Partien haben Spaß gemacht und wenn man erstmal die Grundregeln verstanden hat, dann ist das auch gar nicht mehr so kompliziert.

Ich freue mich auf jeden Fall auf die Zukunft mit Warhammer 40K und sobald sich die Corona-Situation entspannt, werde ich Kontakt zu Warhammer 40K Spielern aus meiner Nähe suchen.

Regelmäßige Einblicke

Hier im Blog wird es in Zukunft immer wieder mal Artikel rund um Warhammer 40K geben. Ich werde Einblicke in den Aufbau meiner ersten Armeen geben, Spielberichte veröffentlichen, andere Aspekte des Hobbys beleuchten und mehr. Natürlich werde ich dann auch Fotos von angemalten Miniaturen zeigen.

Mich würde nun interessieren, wer von meinen Lesern neben Brettspielen auch Tabletop-Spielen etwas abgewinnen kann.

Ich würde mich sehr freuen von euren Erfahrungen zu lesen und vielleicht ist ja der eine oder andere unter euch, der auch Warhammer 40K spielt.

4 Kommentare

  1. Michael

    Warhammer 40K ist schon ein Brett im übertragenen Sinne. Das Universum ist super spannend, allerdings schreckt mich die Komplexität doch etwas ab. Ich bin gespannt, ob mich die zukünftigen Artikel hier noch bekehren werden.

    • Peer

      Na schauen wir mal. Die Basis-Regeln sind eigentlich nicht so schwer, aber die Fähigkeiten der Einheiten und die Sonderregeln sind schon recht viel. Hinzu kommt, dass man diese Details der gegnerischen Armee auch halbwegs kennen sollte.

      Na mal schauen. Ich werde berichten, wie es mir ergeht. :-)

  2. Andreas

    Ich bin alt geworden! Ich hab mit 16 angefangen Warhammer zu spielen und bin dann zu Warhammer 40k gewechselt. Dieses Jahr werde ich 40 und im Keller liegt immernoch noch eine 2500-3000 Punkte Eldar Armee. Wenn ich mal mehr Zeit hätte…

  3. Christian

    Super Idee! Ich finde Tabletop und Brettspiele ergänzen sich super und ich verbringe auch gerne meine Abende mit dem Basteln und Bemalen von Tabletopminiaturen. Gerne mehr davon!

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